Besuch der neunten Klassen im Dokumentationszentrum Nürnberg

Im Februar besuchten alle vier neunten Klassen des Reichsstadt-Gymnasiums das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Durch eine zweistündige Außenführung konnten die Schüler die Dimensionen des Geländes und der darauf angelegten und geplanten Gebäude selbst erfahren: die Rundgangsleiter konnten mit wissenswerten Fakten und anschaulichen Beispielen klar darlegen, welche größenwahnsinnigen Pläne die Nationalsozialisten hatten und welche architektonischen Tricks sie benutzten, um den einzelnen Menschen möglichst klein und unbedeutend erscheinen zu lassen. So konnten die Massenveranstaltungen der Reichsparteitage die perfiden Anschauungen der NSDAP bestmöglich verbreiten und ein von oben verordnetes Gemeinschaftsgefühl vermitteln.

Im Anschluss daran besuchten die Schüler selbstständig die Dauerausstellung um dort die bereits im Unterricht behandelten Themen noch genauer zu vertiefen. Anhand der ausgestellten Exponate konnten die Schüler unter anderem erleben, wie schon in der Schule der Hass auf die jüdischen Mitbürger gefördert wurde und sich auch – mit einem Brettspiel „Juden raus!“ – auf spielerische Weise in den Köpfen der damaligen Jugend festsetzen sollte.

Insgesamt wurden den Schülern so die Vergangenheit näher gebracht und vor allem die Außenführungen erhielten höchstes Lob.

D. Beck