Lateinschüler des RSG gewinnen mit ihrer Fotostory zu Ovids „Orpheus und Eurydike“ einen Geldpreis

Im Jahr 2017 jährte sich der Todestag des Dichters Ovid zum 2000. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums hatte die Stiftung Humanistische Bildung Bayern – Elisabeth-J.-Saal-Stiftung – gemeinsam mit dem Arbeitskreis Humanistische Gymnasien einen landesweiten Wettbewerb unter dem Titel „Celebremus Ovidium!“ („Lasst uns Ovid feiern!“) ausgerufen, an dem sich 34 Lateinschülerinnen und –schüler der 10. Jahrgangsstufe des Reichsstadt-Gymnasiums mit einem Projekt erfolgreich beteiligten. Für ihren Wettbewerbsbeitrag, eine Fotostory mit lateinischen Texten, wurden sie mit einem Geldpreis ausgezeichnet.

Die Schülerinnen und Schüler hatten im Lateinunterricht Ovids Erzählung vom tragischen Schicksal des begnadeten Sängers Orpheus gelesen. Orpheus kann mit seiner Kunst wilde Tiere zähmen und Steine zum Weinen bringen. Untröstlich über den Tod seiner geliebten Gattin Eurydike, die am Tag der Hochzeit durch einen Schlangenbiss getötet worden ist, steigt er in die Unterwelt hinab. Es gelingt ihm, mit seinem Gesang die sonst eigentlich unerbittlichen Unterweltgötter dazu zu bewegen, ihm seine Eurydike zurückzugeben. Allerdings stellen sie eine Bedingung: Er darf sich auf dem Rückweg nicht zu ihr umzudrehen. Im allerletzten Moment – der Ausgang zur Oberwelt ist schon in Sichtweite! – verstößt er gegen diese Bedingung. So verliert er Eurydike ein zweites Mal, und diesmal endgültig.

Mit großem Ideenreichtum setzten die Zehntklässler Ovids bewegende Verse in Bilder um. Für ihre Aufnahmen nutzten sie die Örtlichkeiten rund um das Wildbad, die einen hervorragenden Hintergrund für die Fotostory hergaben. In den Hauptrollen agierten Jana Hufnagl als Eurydike und Lorenz Hepp als Orpheus. Die Regie führte Simon Scharf. Den Part der Fotografin übernahm Anna-Maria Bartl. Benjamin Wacker zeichnete für Layout, Schnitt und Bildbearbeitung verantwortlich.

Mit ihrem Projekt konnten die Schülerinnen und Schüler die Wettbewerbsjury beeindrucken, wie Dr. Wilhelm Pfaffel, OStD a. D. und 2. Vorstand der Stiftung Humanistische Bildung, in seinem Glückwunschschreiben bemerkt.

Gisela Heusinger-Herz/Dr. Philipp Böhme


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