Be smart, don´t start! Drogenprävention am RSG

Bereits zu Beginn des Schuljahres waren Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen eingeladen, sich am Rothenburger Bahnhof im „Revolutiontrain“ zwei Stunden lang mit sehr ansprechendem und jugendgemäßem Material über das Thema Drogenmissbrauch zu informieren.

Für die achten Klassen konnte das RSG darüber hinaus den Leiter der Drogenpräventionsstelle der Kriminalpolizei Ansbach und Mitinitiator des Projekts, Herrn Thomas Ackermann, gewinnen. Er führte mit jeder der drei achten Klassen einen dreistündigen Workshop durch.

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Durch ein Vorstellungsspiel war das Eis zwischen dem unbekannten Gast und den Schülerinnen und Schülern schnell gebrochen. Im Anschluss daran sorgte Herr Ackermann für einen lockeren Austausch von Vorwissen der Schüler und neuer Information mit einem von ihm mitgebrachten „Suchtsack“. Dieser enthielt eine große Anzahl an Substanzen und Gegenständen, die z.T. auf den ersten Blick gar nicht mit dem Thema Drogen in Verbindung gebrachte werden: eine Barbiepuppe, einen Putzlumpen, ein Päckchen Kaffee, Schokolade, einen Energydrink in der Dose, ein Handy, aber natürlich auch eine Zigarettenpackung und eine Weinflasche. Im gemeinsamen Gespräch wurde geklärt, wo Genuss aufhört und Sucht beginnt. Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, dass es sog. stoffgebundene und stoffungebundene Süchte gibt und informierten sich über Altersbeschränkungen für die jeweiligen Konsumgüter.

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Mit einem Fragebogen überprüften sie außerdem ihre Kenntnisse über die Wirkung einzelner Suchtmittel und über die rechtlichen Konsequenzen, die ein Konsum nach sich zieht. In einem spontan inszenierten Rollenspiel erfuhren die involvierten Jugendlichen am eigenen Leib, wie schnell man in der Drogenszene in eine kriminelle Handlung hineingezogen werden kann, ohne dass man die Droge selbst konsumiert hat. Allein der Besitz einiger Stoffe ist strafbar, auf Besitz und Dealen kann es Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geben!

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Die von Herrn Ackermann dargebotenen Informationen waren interessant und wurden häufig auch über Filme vermittelt. Immer wieder fragten Schüler über einzelne Drogen nach und erarbeiteten auch selbst in Gruppen eigene Ergebnisse. Kein Wunder, dass die drei Stunden wie im Flug vergingen.

B. Steinke

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