Als Experten zurück am RSG

Letztjährige Abiturienten bringen der Q12 den Unterschied zwischen Schule und Studium näher.

Vor einem Jahr saßen sie noch selbst als Schüler des Reichsstadt-Gymnasiums in den Schulbänken und bereiteten sich auf ihr Abitur vor, jetzt kehrten vier Absolventen des Abiturjahrgangs 2017 als Experten an die Schule zurück.

In einem von der StiL-Gruppe initiierten Vortrag gaben Lukas Klug, Pascal Marxt, Axel Rauh und Jakob Zobel jeweils zu zweit ihr mittlerweile angesammeltes Wissen über das Studieren an Universitäten wieder und stimmten die Abiturienten darauf ein, dass sich dabei im Unterschied zur Schule einiges verändern wird.

Dabei stellten sie kurz ihren jeweiligen Studiengang vor und gaben so Einblicke in unterschiedlichste Fächer: von International Business Studies über Informatik und Gymnasiallehramt bis hin zu einem Dualen Studium der Mechatronik bei der Bundeswehr waren dabei verschiedenste Fachrichtungen vertreten.

Anschließend konnten die vier Experten von den Tücken des Studentenlebens berichten: ob „richtig schwere“ Arbeitsblätter oder sehr lange Tage ohne richtige Semesterferien beim Dualen Studium, die ehemaligen Schüler waren sich einig, dass ein Studium ohne einen gewissen Grad an Organisationstalent nur schwer möglich sei. Ganz anders habe es da noch am Reichsstadt-Gymnasium ausgesehen, wo einem die Oberstufenkoordinatoren wegen jedem fehlenden Zettel hinterhergelaufen seien.

Auch an den verschiedenen Universitäten gebe es verschiedene Hilfestellungen wie etwa Tutorien oder die Tipps von Studenten älterer Semester, im Unterschied zur Schule müsse man sich hier aber selber darum kümmern, diese auch wahrzunehmen.

Doch auch die angenehmen Seiten einer eigenen Wohnung oder die plötzlich als grenzenlos erlebte Freiheit spielte bei den Vorträgen eine wichtige Rolle. Der Luxus einer nicht vorhandenen Anwesenheitspflicht und der berüchtigte vorlesungsfreie Freitag wurden dabei ebenso genannt wie die diversen Möglichkeiten als Student Partys zu besuchen.

„Ihr könnt eigentlich jeden Abend feiern gehen, es ist immer etwas los.“ versicherte einer der Ehemaligen. Nur leider habe er dann die ganzen Weihnachtsferien damit verbracht, den bis dahin fehlenden Stoff wieder nachzulernen, um das Studium nicht schon nach einem Semester beenden zu müssen.

Im Nachhinein waren sich die angehenden Abiturienten jedenfalls einig, dass es aufschlussreich gewesen sei, von den ehemaligen Mitschülern zu erfahren, was sich nach dem Etappenziel Abitur so alles ändern werde. Die zahlreichen Zwischenfragen zeigten deutlich, dass man die Expertise der Studenten zu schätzen wusste.

D. Beck