Wirtschaft und Recht

Mittlerweile haben wir die erhoffte Verstärkung bekommen und die Fachschaft Wirtschaft/Recht freut sich sehr darüber. Mit vereinten Kräften werden wir jetzt noch intensiver Wirtschaftskompetenzen vermitteln. Dafür stehen folgende Fachkollegen zur Verfügung:

  • OStRin Ch. Dietz
  • StR       St. Reu
  • OStR    H.-J. Schneider

Am RSG besteht die Möglichkeit neben dem Fach Wirtschaft und Recht im sprachlichen und naturwissenschaftlich-technologischem Zweig auch den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichem Zweig mit wirtschaftswissenschaflichem Profil zu belegen.

Im sprachlichen und naturwissenschaftlich-technologischem Zweig werden jeweils zwei Wochenstunden Wirtschaft und Recht in der 9. und 10. Jahrgangsstufe unterrichtet.

Im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweig beginnt der Unterricht in Wirtschaft und Recht bereits in der 8. Jahrgangsstufe, ebenfalls zweistündig. Zusätzlich dazu werden allerdings zwei Stunden Wirtschaftsinformatik unterrichtet. Die gleiche Stundenzahl trifft auch auf die 9. Jahrgangsstufe zu. In der 10. Jahrgangstufe werden neben den bisherigen zwei Stunden  Wirtschaft/Recht und zwei Stunden Wirtschaftsinformatik zwei weitere Profilstunden angeboten. Sie dienen zur Vertiefung von wirtschaftlichen Inhalten. Weiterhin stehen sie für Betriebsbesichtigungen, Planspiele und den Besuch von Gerichtsverhandlungen zur Verfügung.

 

WSG-W NTG SG
Chemie/Biologie/ Physik 4/6/6 6/6/6 4/6/6
Informatik 4
Französisch 12
Wirtschaftsinformatik 6
Wirtschaft/Recht 6 4 4
Sozialkunde 3 1 1
Profil 2 6

Auch in diesem Jahr haben mehrere Spielgruppen des RSG am Planspiel Börse teilgenommen. Insgesamt waren es bei der Sparkasse Ansbach 365 Spielgruppen (Schüler, Azubis und Lehrer). Außerdem wurden erstmals auch 49 fiktive Depots von Studenten der Hochschule Ansbach eröffnet. Schüler und Studenten beschäftigten sich für zehn spannende Wochen mit Aktienkursen und Unternehmensmeldungen. Der simulierte Wertpapierhandel vertiefte wirtschaftliche Grundkenntnisse und vermittelte Börsenwissen. Wie reagieren die Finanzmärkte auf politische Entscheidungen? Welche psychologischen Faktoren beeinflussen die Anleger?

Im Schülerwettbewerb galt es, 50.000 Euro Startkapital möglichst gewinnbringend einzusetzen. Gemeinsam wurde heiß diskutiert, gekauft und wieder verkauft. Wer dabei erfolgreich war, zeigte sich zum Ende der 34. Spielrunde am 14. Dezember 2016. Dieses Mal war das RSG weniger erfolgreich wie letztes Jahr, was vielleicht auch mit der ansteigenden Zahl an Teilnehmern zusammenhängt –  dadurch wird die Konkurrenz natürlich immer größer. Nichtsdestotrotz wurde eine Gruppe des RSG ausgezeichnet, da die Sparkasse Ansbach auch immer das beste Team einer Schule für die Teilnahme am Börsenspiel belohnt.

Das Team „Julia und Co KG „ aus der 9. Klasse des Wirtschaftszweiges konnte ihren Depotwert um 3.759,19 Euro erhöhen – für jedes Gruppenmitglied gab es  einen hochwertigen Einkaufsgutschein.

In Wirtschaft und Recht werden folgende Veranstaltungen in der Mittelstufe angeboten:

– 8. Klasse: Bewerbungstraining

Damit die Schüler/-innen  sich für ihr Praktikum in der 9. Jahrgangsstufe bewerben können, bietet Frau Wunram von der VR-Bank Mittelfranken West e.G. ein Bewerbungstraining an. Sie hat uns gestattet, ihre PPP auf der Homepage der Fachschaft Wirtschaft und Recht allen Schülern und denjenigen, die grundsätzlich Interesse daran haben, zur Verfügung zu stellen: Power-Point-Präsentation von Frau Wunram (VR-Bank) für Bewerbungstraining

Am Montag, den 20.02.2017 und Dienstag, den 21.02.2017, absolvierten die 8. Klassen des Reichsstadt-Gymnasiums ein Bewerbungstraining, das von Frau Dietz organisiert und von einer Vertreterin der VR-Bank, Frau Wunram, durchgeführt wurde.

Frau Wunram erklärte den Schülerinnen und Schülern, wie man ein Bewerbungsschreiben und einen Lebenslauf gestalten sollte. Wichtig dabei sei, dass man das Anschreiben ansprechend formuliert, so dass der Adressat ein Interesse hat, den Bewerber kennenzulernen.

Bei einer erfolgreichen Bewerbung folge zunächst ein Vorstellungsgespräch,  auf das man sich gut vorbereiten sollte. Dabei sei es von Vorteil, im Vorfeld Informationen über das Unternehmen einzuholen, bei dem man sich bewerben möchte, außerdem sollte man auf eine dem Anlass angemessene Kleidung achten.

Letztendlich ist der Verlauf des Bewerbungsgesprächs ausschlaggebend, ob sich ein Unternehmen für oder gegen einen „Kandidaten“ entscheidet, dabei spielt auch die Körpersprache des Bewerbers eine entscheidende Rolle. Außerdem sollte man in der Lage sein, seine Stärken, aber auch seine Schwäche(n) einschätzen zu können.

Frau Wunram war während  Ihres PPP- Vortrages immer wieder gerne bereit, auf  alle möglichen und unmöglichen Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen.  Frau OStRin Dietz ist ihr für den interessanten Vortrag und auch für die Tatsache, dass Sie bereit ist, ihre PPP für die Schülerinnen und Schüler auf der Homepage des Reichsstadt-Gymnasiums (Fachschaft Wirtschaft/Recht) zur Verfügung zu stellen, sehr dankbar.

Abschließend ist zu sagen, dass es in der 8. Jahrgangsstufe sinnvoll ist, das Thema Bewerbung von einer Expertin präsentieren zu lassen, die auch aus ihren eigenen Erfahrungen berichten kann; denn spätestens zu Beginn der 9. Jahrgangsstufe müssen sich die Schülerinnen und Schüler um einen Praktikumsplatz  bewerben.

 

– 9. Klasse: Assessmentcenter und Praktikum

Assessmentcenter: Die AOK Bayern, Direktion Mittelfranken, vertreten durch Frau Bardo ist seit letztem Jahr so freundlich und erklärt in Theorie und Praxis  den Schülern  der 9. Jahrgangsstufe, wie ein Assessmentcenter funktioniert. Die Schüler/-innen erhalten dann – wenn gewünscht – eine Bescheinigung darüber, dass sie an einem Assessmentcenter teilgenommen haben und auch eine Broschüre über das Assessmentcenter und den Inhalt dessen, was besprochen wurde.

Praktikum: Alle Schüler/-innen der 9. Jahrgangsstufe sind verpflichtet ein Praktikum zu absolvieren. Nachdem bereits in der 8. Klasse das Bewerbungstraining stattfindet, wäre es sinnvoll, dass die Schüler/-innen sich bereits in den Sommerferien darum bewerben, da in vielen Unternehmen gilt: First come, first serve. Die Fachschaft Wirtschaft/Recht wäre den Eltern dankbar, wenn sie Ihre Kinder auch immer wieder darauf hinweisen.

Wie jede/-r Schüler/-in in der 9. Klasse, habe auch ich dieses Jahr ein Praktikum absolviert. Da ich schon seit dem Kindergarten Pfarrerin werden wollte, musste ich nicht lange überlegen, als ich gefragt wurde, wo ich mein Praktikum machen wolle. Aber bevor es losgehen konnte, musste ich erst ein Pfarramt finden, das einen Platz für eine Praktikantin anbot. Da ich in unserer Kirchengemeinde schon aktiv bin und somit vieles kenne, entschloss ich mich dazu, mich nach einem Praktikumsplatz im Schillingsfürster Pfarramt zu erkundigen. Als ich dort zum ersten Mal anrief, war ich ein wenig aufgeregt, aber die dortige Pfarrerin war sehr freundlich und hat mir sogar angeboten, mich nach den Abendveranstal- tungen nach Hause zu fahren. Schon Tage vor dem Praktikum habe ich mich ständig gefragt, wie es wohl werden würde. Als das Praktikum endlich losging, saß ich den ganzen Tag über auf heißen Kohlen, und dann war es endlich soweit: Obwohl der erste Tag etwas eintönig war, war der Bibelgesprächsabend am zweiten Abend umso schöner. Am dritten Tag, nachdem ich die Bürosituation kennenge- lernt hatte, sind wir in den Kindergarten gegangen. Dort habe ich einige lustige, jedoch laute Stunden mit den spielenden Kindern verbracht. Als am vorletzten Tag die Predigt geschrieben wurde, hat sich die Pfarrerin über meine Einfälle sehr gefreut. Am selben Tag habe ich auch noch dem Elisenstift, einem Altenheim, einen Besuch abgestattet: Es war Faschingsfeier. Zu- erst half ich den Kaffee und die Krapfen auszuteilen, dann saß ich mit den alten Leuten am Tisch. Sie freuten sich sehr! Als am letzten Tag schließlich der Konfirmandenunterricht, den ich mit dem Klavier begleitet hatte, vorbei war, war ich fast ein bisschen enttäuscht, dass die Woche so schnell vorbeiging. Ich hatte so viele schöne und aufschlussreiche Dinge erlebt… Aber eins weiß ich jetzt genau: Pfarrerin, das wäre genau das richtige für mich!

Anna Ehnes, Klasse 9d

– 10. Klasse: Börsenspiel, Besuch einer Gerichtsverhandlung und Betriebserkundungen

Das Börsenspiel wird von der Sparkasse Ansbach angeboten. Frau Sonja Schmider, die in Rothenburg unsere Ansprechpartnerin ist, steht den Schülern hier mit Rat und Tat zur Verfügung.

Im Wirtschaftszweig, vor allem in der 10. Klasse des Wirtschaftszweiges stehen daneben noch der Besuch einer Gerichtsverhandlung und  Betriebserkundungen in verschiedenen Unternehmen an.

Im Rahmen von Betriebserkundungen, die die Klassen des Wirtschaftszweiges verstärkt in der 10. Jahrgangsstufe durchführen, hatte die Klasse 10c mit ihrer Wirtschaftslehrerin Frau Dietz auch einen Termin beim Amtsgericht in Ansbach. Leider sind die Verkehrsverbindungen von Rothenburg nach Ansbach durch die Bahn nicht gerade als ideal zu bezeichnen, zumal man auf dieser kurzen Strecke auch noch umsteigen muss. Da wir einen  Gerichtstermin um 9 Uhr hatten und der Zug ursprünglich in Ansbach um 8.50 Uhr ankommen sollte, hatten wir bereits eine ortskundige Schülerin damit beauftragt, herauszufinden, wie lange wir zum Amtsgericht Ansbach benötigen. Wir wussten, dass die gesamte Klasse einen Sprint einlegen musste, um rechtzeitig den ersten Termin um 9.00 Uhr erreichen zu können.

Das Schicksal hatte es aber leider nicht gut mit uns gemeint, denn der Zug nach Ansbach hatte 10 Minuten Verspätung, so dass die gesamte Planung ins Rutschen geriet. Wir waren uns im klaren darüber, dass unsere Sprints nun doppelt so schnell von statten gehen mussten als ursprünglich geplant – wie gut, dass der Klasse 10c sportlich keine andere Klasse das Wasser reicht ☺, so dass wir mit überdurchschnittlicher Anstrengung das Amtsgericht – trotz starken Regenschauers – erreichten. Natürlich mussten wir noch die Zugangskontrollen passieren. Bei einem Schüler wurde tatsächlich – trotz vorherigen Hinweises, keine nicht zulässigen Gegenstände mitzuführen – ein Corpus delicti gefunden, was den schnellen Besuch der Gerichtsverhandlung zusätzlich verzögerte.

Aufgrund der diversen widrigen Umstände kamen wir nicht rechtzeitig zum Beginn der ersten Gerichtsverhandlung. Da Frau Dietz als Vertreterin der alten Schule die bereits begonnene Gerichtsverhandlung nicht stören wollte, warteten wir vor dem Gerichtssaal auf den Beginn der folgenden Gerichtsverhandlung. Die Ungeduld der warteten Schülerinnen und Schüler steigerte sich ins Unermessliche, weshalb Frau Dietz zeitweise als Dompteurin agieren musste, um ihre Klasse zu bändigen, da sie befürchtete, die laufende Gerichtsverhandlung könnte gestört werden.

Glücklicherweise hatten die meisten Schülerinnen und Schüler Essensvorräte für mehrere Tage dabei, so dass auch diejenigen Klassenmitglieder ihre leiblichen Bedürfnisse stillen konnten, die zunächst befürchteten, es wegen Auszehrung nicht mehr nach Hause zu schaffen.

Inzwischen rissen die unglücklichen Umstände nicht ab, denn der Beginn der nachfolgenden Gerichtsverhandlung verzögerte sich vom ursprünglichen Termin 10.30 Uhr um fast eine Stunde. Frau Dietz musste also erneut um Geduld bitten. Nach endlosem Warten war es dann so weit: Wir konnten einer Gerichtsverhandlung beiwohnen, bei der es um einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ging. Diese Verhandlung erwies sich sowohl als spannend als auch als durchaus amüsant. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler konnte so  doch noch einen bleibenden Eindruck von einem Gerichtsverfahren jenseits nachmittäglicher Gerichtsshows im Privatfernsehen gewinnen.

Wie Frau Dietz im Nachhinein erfahren hat, hätte von Seiten des Gerichtes nichts dagegen gesprochen, auch bei einer bereits laufenden Verhandlung ruhig im Zuhörerbereich Platz zu nehmen. Aber vielleicht traute unsere Lehrerin ihrer Klasse nicht zu, sich leise in den Gerichtssaal zu begeben und wer die Klasse 10c kennt, kann Frau Dietz durchaus verstehen ☺.

Andererseits muss gelegentlich auch eine so erfahrene Lehrerin wie Frau Dietz erkennen, dass sie noch Neues dazulernen kann. Die kommenden 10. Klassen des Wirtschaftszweiges werden auf jeden Fall einen mindestens ebenso großen Nutzen aus dem Besuch einer oder mehrerer Gerichtsverhandlungen ziehen können.

Am 25. Juli 2016 ist es so weit, wir machen die Besichtigung der VR Bank in Rothenburg. Mit unserer Wirtschaftslehrerin Frau Dietz treffen wir uns um 8:30 Uhr vor dem Bankgebäude. Freundlich werden wir von Frau Kaas, einer Mitarbeiterin, die schon seit 28 dort arbeitet, abgeholt und in einen Konferenzsaal geführt.

Dort wurde uns anhand einer Powerpointpräsentation erklärt, wie die VR-Bank entstanden ist, wer die Gründer waren (Franz Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen), dass auf regionale Ausbildungsplätze gesetzt wird und was für Ausbildungschancen man hat; außerdem wurde der Leitspruch „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ vorgestellt.

Danach wurden wir durch verschiedene Stationen geleitet, dort wurden bestimmte Themen genauer vorgestellt, zum Beispiel über „Kredite“, „Sparen und Anlegen“ und vieles mehr.

Bei der Station „Service“ wurden wir durch den Eingangsbereich und die Service-Abteilung der Bank geführt und z.B. aufgeklärt wie ein Geldautomat funktioniert und dass man neben Geld abheben, auch das Handyguthaben auftanken oder seine PIN ändern kann. Für viele Schüler war das neu, weil sie vorher noch nie einen solchen Automaten bedienen mussten. Außerdem wurden uns die Schließfächer gezeigt, in welchem man sicher vor Feuer und Diebstahl gegen eine geringe Gebühr seine Wertgegenstände aufbewahren kann.

Zur Hälfte des Aufenthalts wurden wir eingeladen uns auf der Terrasse eine Brezel zu nehmen und etwas zu trinken.

Gestärkt und gesättigt ging es nun weiter mit der Führung, als nächster Punkt stand der Schwerpunkt „Kredite“ an, dort wurde wir aufgeklärt, welche persönlichen Eigenschaften man haben muss, um einen Kredit aufnehmen zu dürfen; das wäre unter anderem, dass man volljährig sein muss.

Als letzte Station hat man uns über den Zahlungsverkehr informiert, Funktionen, Vor- und Nachteile von Girokonto, Bargeld, EC- und Kreditkarte wurden vorgestellt auch die IBAN, was zu Deutsch Internationale Bankkontonummer bedeutet, wurde erklärt. Was heutzutage nicht mehr weg zu denken ist, ist das Online-Banking, da es viele Möglichkeiten bietet, wie z.B. bequem von zuhause das Handy laden, Kontoauszüge anschauen, Überweisungen tätigen und vieles mehr. Zur Frage der Sicherheit beim Online-Banking haben wir erfahren, dass man aufpassen sollte, seine Nummern (PIN und TAN) nicht überall anzugeben (bei Phishing Mails), dann besteht nahezu keine Gefahr. Mobil ist die VR-Bank auch durch ihre App vertreten, in der man sicher und geschützt alles verwalten kann.

Zum Schluss wurden wir noch einmal in den Konferenzsaal geführt in dem wir ein Quiz über den vergangenen Morgen ausfüllen konnten. Die Gewinner wurden mit einem Kino Gutschein belohnt.

Schüler der Klasse 10 c

Ch. Dietz