Abschiedsgrüße

 

 

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Es war der 1. April 1988, als das Landratsamt Ansbach Herrn Fritz Carove als neuen Hausmeister des Reichsstadt-Gymnasiums einstellte und sich dabei auch gleich vom Schulleiter, Herrn OStD Rainer Teschner, die Anforderungen beschreiben ließ: Umfassende Fertigkeiten im Elektro- und Sanitärbereich sowie im Heizungsbau, absolute Vertrauenswürdigkeit wegen des Zugangs zu Direktorat, Sekretariat und Lehrerzimmer, besondere Zuverlässigkeit bei der Überwachung der ganzen, ja besonders großen Anlage und große Selbständigkeit. Außerdem sei die zeitliche Belastung sehr groß und umfasse auch das Wochenende. In der Tat: Ein Hausmeister muss eigentlich immer da sein, wann und wo er gebraucht wird, auch wenn sich der Elternabend etwas länger hinzieht. Und wenn etwas kaputt geht: Der Hausmeister wird´s schon richten. Damit gehört auch der tägliche Ärger zum Leben eines Hausmeisters. All das hat Herr Carove in 29 Jahren mit größter Gewissenhaftigkeit, mit enormem Fleiß, mit Geduld und Gelassenheit erledigt und ertragen und dafür verdient er Anerkennung und Respekt der ganzen Schulgemeinschaft. Zu besonderem Dank sind wir ihm aber auch deshalb verpflichtet, weil die vielen Veranstaltungen außerhalb des regulären Unterrichts, die das Profil und das Ansehen unseres Gymnasiums  mitprägen, ohne die Arbeit von Herrn Carove gar nicht möglich gewesen wären. Er musste vorher das Gebäude beheizen, die Stühle aufstellen, die Bühne herrichten und nachher, wenn der Applaus verklungen war, die Lichter löschen und die Schule zusperren, Arbeiten, die von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, geschweige denn gewürdigt werden. Herr Carove hat sich also seinen Ruhestand wohl verdient. Mit den besten Wünschen für viele gesunde Jahre verbinden wir die Hoffnung auf weitere Verbundenheit mit dem RSG. Er wird sich dann auf einen Stuhl setzen dürfen, den er nicht hereintragen musste.

Oberstudiendirektor W. Först


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Im Februar 2017 war es 13 Jahre her, dass Herr Rainer Hufnagel als Kunsterzieher auf eigenen Wunsch als Nachfolger von Herrn Hintermeier ans Reichsstadt-Gymnasium versetzt wurde. Seit 1998 war er am Gymnasium in Bad Windsheim und vorher in Neustadt/Aisch tätig. Und es war ein Glücksgriff, wie es der Satz aus einer Beurteilung so treffend zusammenfasste: „Durch sein offenes, schülerfreundliches, aber auch sehr bestimmtes Auftreten schafft Herr Hufnagel eine vertrauensvolle Arbeits- und Lernatmosphäre, in der beachtliche künstlerische Werke entstehen“. In der Tat: Herr Hufnagel legte immer Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ordentlich und engagiert arbeiten, pünktlich ihre Werke abgeben, sorgfältig ihre Hefte führen. Die Schüler schätzten das: Zwei Kurse in der Q12 in diesem Schuljahr und zahlreiche Colloquiumsprüfungen zeugen davon. Seine pädagogische Fähigkeit, junge Menschen künstlerisch anzuleiten, anzuspornen, ja zu begeistern war immer wieder bewundernswert. Besonderer Dank gebührt ihm dafür, dass er trotz seiner Ruhestandsversetzung im Februar seinem Nachfolger, Herrn StR Johannes Hoffmann, bei 15 Colloquien im Mai beisaß. Vor allem aber entstanden eben „beachtliche künstlerische Werke“: Zuerst sei an die vielen Auszeichnungen beim „Habelsee-Wettbewerb“ erinnert; die Preisverleihungen bei der Familie Wiedenmann an einem Sommer-Nachmittag waren immer besonders markante Veranstaltungen. An der Schule hat Herr Hufnagel mit großem Einsatz viel beachtete Kunstausstellungen vorbereitet und durchgeführt und hat das Gebäude mit Kunstwerken ausgeschmückt. Ohne diese wäre das RSG ärmer, weniger schön. Die Ballskulpturen zur Fußball-WM 2006, die Weihnachtskarten oder die künstlerische Gestaltung der Jahresberichte sind weitere Beispiele dafür, was Herr Hufnagel über den Unterricht hinaus für das RSG geleistet hat. Dafür gebührt ihm unser aller herzlicher Dank! Nicht zuletzt verließ uns mit Rainer Hufnagel ein liebenswürdiger Kollege, mit dem ich viele gute Gespräche geführt habe und dessen stets loyale, vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit ich besonders geschätzt habe. Mit der Hoffnung, unserem Gymnasium auch weiterhin verbunden zu bleiben, verbinde ich den Wunsch nach einem langen, aktiven und gesunden Ruhestand.

Oberstudiendirektor Walter Först