Caféhaus-Musik

Am Tag des fränkischen Pelzmärtels lud Rothenburgs größtes Café (364 vergebene Karten und ca. 450 Anwesende) wieder für einen Nachmittag zu der legendären Caféhaus-Musik ein: 94 herrliche Kuchen, die nicht nur phantastisch aussahen, sondern auch ebenso schmeckten, und allerlei Herzhaftes wurde zu Kaffee oder Tee gereicht. Die verschiedenen Chöre, Orchester, die Bigband und die Solistinnen verzauberten die Besucher mit verschiedensten Darbietungen. Gekonnt führten Svenja Dänzer und Thomas Adolf durch das Programm und gaben dabei einen sehr gelungenen Rücklick auf den vergangenen Sommer. Unter der Leitung von Carolin Leyh, Gebhard Bauer und Erich Korder blieben nicht nur in musikalischer Hinsicht keinerlei Wünsche offen. Man erinnere sich nur an die sehr kurzweilige Wettervorhersage zweier fränkischer Bauersfrauen… Ob sich allerdings der „Wunsch“ unseres Direktors erfüllte, dass niemand das RSG unter 2,5 Stück Kuchen verlassen möge, ließ sich abschließend nun doch leider nicht klären!

Ganz herzlichen Dank an alle, die diesen wunderbaren Nachmittag ermöglicht haben!

Zurück in die Steinzeit

Wie mühsam das Leben in der Steinzeit war, konnten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Reichsstadt-Gymnasiums am 16. Oktober 2017 erfahren. Angeleitet von den erfahrenen Museumspädagogen des Nürnberger „Museums im Koffer“ unternahmen sie im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Zeitreise in diese längst vergangene Epoche, die dank einer Fülle von Anschauungsmaterial im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ wurde. Die Pädagogen konnten die Schüler auch mit Erzählungen fesseln und dadurch dazu motivieren nun auch selbst auszuprobieren mit welchen Werkzeugen in der Steinzeit gearbeitet wurde. Einige Schüler mahlten Weizenkörner und buken mit dem Mehl in der Pfanne Brot während andere einen Brei aus Hirse, Haselnuss, Milch und Äpfeln kochten, der allerdings mit sehr viel Honig gesüßt wurde. Auch Pfeile und Speere wurden gebaut und Bogensehnen auch Flachsfasern. Am schwierigsten war das Bearbeiten von Specksteinen mit einfachen Steinbohrern. Hergestellt wurden außerdem kleine Tongefäße, die die Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre anderen Werke als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften. Am Ende waren sich alle einig: „So macht Geschichte richtig Spaß!“

Heidrun Scharrer, Julian Schilling

Schüleraustausch mit dem Gimnazjum im. Jana Pawla II in Czerwiensk

„Wahnsinn, wie schnell die Tage vergangen sind!“ „Ach ist das lang, bis wir sie wiedersehen!“ „Schade, dass sie schon wieder weg sind! Wann fahren wir eigentlich genau nach Polen?“ So oder so ähnlich klang es unter den deutschen Schülerinnen und Schülern, als der Bus mit heftig winkenden polnischen Jugendlichen und Erwachsenen am Freitag vom Schulparkplatz rollte. So manche Abschiedsträne floss auf beiden Seiten. Dass die Ankunft der Polen in Rothenburg wirklich kaum fünf Tage her war, erschien allen fast unglaublich. Vorbei war nun der erste Teil des fünften Austauschs zwischen dem Reichsstadt-Gymnasium Rothenburg und dem Gimnazjum im. Jana Pawla II in Czerwiensk, dem polnischen Rothenburg.
Viele Schülerinnen und Schüler hatten zuvor der ersten Begegnung doch mit etwas Aufregung entgegengesehen, auch wenn sich die Austauschpartner in den letzten Wochen bereits via WhatsApp und Facebook ein wenig angefreundet hatten. Ein gemeinsames Abendessen in der Mensa, etliche Kennenlern- und Sportspiele in der Schulturnhalle und eine Schulhausübernachtung später war das Eis allerdings längst gebrochen. Und dann ging es Schlag auf Schlag, die Tage waren gut gefüllt: Da stand der Empfang bei Herrn Bürgermeister Kölle und beim Kellermeister im Rathaus – natürlich mit dem „Meistertrunk“ – ebenso auf dem Programm wie ein Besuch in Nürnberg, wo die deutschen und die polnischen Schüler bei einer Führung „Quer durch Nürnberg“ einige der schönsten Ecken der Stadt kennenlernten. Eine Führung durch Rothenburg durfte selbstverständlich nicht fehlen. Dass auch sie über Rothenburg noch längst nicht alles wissen, wurde den Neuntklässlern des Reichsstadt-Gymnasiums beim Gang mit dem Gästeführer durch „ihre“ Stadt schnell bewusst. Gebannt von seiner Erzählkunst lauschten sie seinen spannenden Geschichten. Aber auch die polnischen Gäste waren „bezaubert“ von Rothenburg und seinen Sehenswürdigkeiten, wie die polnischen Lehrerinnen feststellten.
Mit Feuereifer und großer Kreativität erarbeiteten alle schließlich gemeinsam eine Ausstellung, die die Treffen zwischen den Schülern des Reichsstadt-Gymnasiums Rothenburg und dem Gimnazjum im. Jana Pawla II in Czerwiensk noch einmal Revue passieren lässt. Gemeinsames Motto aller fünf Begegnungen: „Friends will be friends“. OStD W. Först eröffnete sie am Freitagmorgen und hob in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung der Begegnungen zwischen den beiden Schulen hervor. Bis zu den Herbstferien kann diese Ausstellung, die einen guten Überblick über die verschiedenen gegenseitigen Besuche bietet, in der Aula des Reichsstadt-Gymnasiums besichtigt werden.
Durchaus Wehmut war bei der Eröffnung bei allen Anwesenden zu spüren, wird doch der fünfte Austausch höchstwahrscheinlich auch der letzte sein, da das polnische Schulsystem geändert und die Partnerschule in Czerwiensk in naher Zukunft aufgelöst werden wird. Zuvor jedoch freuen sich alle erst einmal auf den Besuch der deutschen Schülerinnen und Schüler im Mai 2018 in Polen, für den die Planungen schon im Gange sind.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Stadt Rothenburg und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, die mit ihrer Unterstützung einen großen Beitrag für das Gelingen des Austauschs zwischen den beiden Schulen beitragen.

StDin G. Heusinger_Herz

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