Der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen – Schulentscheid

Der Vorlesewettbewerb – das ist im Herbst ein fester Programmpunkt im Schuljahr. Auch heuer wurden im November wieder in allen sechsten Klassen die besten Vorleser ermittelt. Oft gab es schon beim Klassenentscheid Kopf-an-Kopf-Rennen, bis schließlich die Sieger feststanden. Sie traten nun im Schulentscheid gegeneinander an. Dafür hatten sich die drei Kandidaten akribisch vorbereitet. Nachdem sie die Buchauswahl getroffen hatten, was oft gar nicht so einfach war, wurde fleißig geübt. Und nicht zu vergessen: Man musste Strategien gegen die Aufregung entwickeln, die mit so einem Auftritt vor großem Publikum verbunden ist. Schließlich sollte man sich einer achtköpfigen Jury stellen und hatte zudem noch alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe als Zuhörerschaft.

Der Schulentscheid – erste Runde

Doch die drei Finalisten, Judith Overmans (6a), Raphael Stark (6b) und Leni Mehling (6c), bewältigten diese Aufgabe mit Bravour. Sie stellten in der ersten Runde des Schulentscheids die Bücher, aus denen sie dann ca. drei Minuten vorlasen, kurz vor: Judith hatte Roald Dahls Klassiker „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ausgewählt, Raphael hatte sich für Sabine Ludwigs „Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft!“ entschieden und Leni für „Nele und die Mutprobe“ von Usch Luhn.

Die zweite Runde

In der zweiten Runde lasen die drei Finalisten einen unbekannten Text vor. In Henning Mankells Geschichte geht es ebenfalls um eine Mutprobe. Eine besondere Herausforderung für die jungen Vorleser war es dabei, die Angst des Protagonisten durch ihren Vortrag für die Zuhörer spürbar zu machen.

Die Siegerin

Am besten gelang das Judith Overmans, wie die Jury befand. Diese bestand aus Frau Cebulla von der Buchhandlung „Deine Buchhandlung“, Frau Seher, der guten Seele der Lesebücherei des RSG, der Vorjahressiegerin Nele Wolfinger (6b), den Schülersprechern Rebecca Blumenstock und Jonas Mitesser sowie den drei Deutschlehrerinnen der 6. Klassen.

Als Belohnung für ihren Einsatz überreichte Frau Cebulla allen drei Vorlesern ein Jugendbuch, das sie als Buchpreis zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank dafür!

Judith Overmans wird nun das Reichsstadt-Gymnasium im Februar beim Kreisentscheid vertreten. Wir wünschen ihr viel Erfolg und drücken ihr die Daumen!

Gisela Heusinger-Herz

Discofieber 2017

Schlimme Szenarien sind es oft, die die Einsatzkräfte vorfinden, wenn sie zu schweren Verkehrsunfällen gerufen werden. Bei der Aktion „Disco-Fieber“ wurde den Schüler/innen der 11. Jahrgangsstufe des RSG und einigen Gästen von der Montessori-Schule eindrücklich vor Augen geführt, welche Folgen verantwortungsloses Verhalten als Autofahrer/in haben kann. Organisiert wurde die Aktion wie jedes Jahr von der StiL-Gruppe des RSG.

Mobilität hat für junge Menschen einen hohen Stellenwert, vor allem in der Freizeit. Am Wochenende ist man häufig nachts mit dem Auto als Fahrer/in oder Beifahrer/in unterwegs zwischen Verabredungen, Partys, Diskotheken. Je fortgeschrittener der Abend, umso größer werden die Risiken im Straßenverkehr, ausgelöst durch Selbstüberschätzung, Gruppendynamik, hohe Geschwindigkeiten, Alkohol, Übermüdung und Ablenkung, z. B. durch Handynutzung oder lärmende Beifahrer. Nahezu die Hälfte aller Verkehrsunfälle von Fahrer/innen der Altersgruppe 18 bis 25 Jahre ereignet sich an Wochenenden, in der Nacht oder den frühen Morgenstunden. „Disco-Unfälle“ nennt sie die Polizei.

Hier setzt die Aktion „Disco-Fieber“ an, die 2003 von einer Elterninitiative ins Leben gerufen wurde. Sie will Prävention leisten durch eine positive Botschaft: „Übernimm Verantwortung für dich und andere – Wir brauchen Dich auch morgen!“ Den jungen Menschen wird im Rahmen der Aktion aufgezeigt, welche Folgen das Eingehen von Risiken im Straßenverkehr für sie selbst, für ihre Familie, Freunde, aber auch für diejenigen hat, die zuerst an der Unfallstelle eintreffen, um zu helfen.

Auch in diesem Jahr übernahm Jürgen Holstein, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rothenburg, dabei dankenswerter Weise die Moderation. Dass nach wie vor die jungen Fahrer/innen eine besonders gefährdete Gruppe sind, zeigte er den jungen Zuhörern/innen im ersten Teil der Veranstaltung anhand von Zahlenmaterial. Jedoch nicht Statistiken standen im Mittelpunkt, sondern die Berichte der Einsatzkräfte. Diese zeigten, wie sehr das Geschehen am Unfallort nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Rettungskräfte belastet. Sehr eindrucksvoll und anschaulich schilderten neben Jürgen Holstein, der kurzzeitig seine Rolle als Moderator verließ und in die des Kommandanten der Feuerwehr schlüpfte, Peter Körner von der Polizei, Joachim Heldt, Rettungsassistent beim BRK, und Krisenseelsorgerin Barbara Müller die Abläufe am Unfallort, aber auch ihre persönlichen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle während der Arbeit dort. Aufrüttelnde Fotos von verschiedenen Unfallorten mit völlig demolierten Fahrzeugen und kurze, aber durchaus drastische Filme taten ein Übriges. Sichtlich nachdenklich fanden sich die Schüler/innen anschließend auf dem Schulparkplatz ein, wo sie Dunkelheit, Kälte, Wind und Nieselregen empfingen – durchaus realistische Bedingungen bei einem Unfall im Winter.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und der diensthabende Notarzt, Jan Overmans,  führten dort für sie eine Rettungsübung durch, die Joachim Heldt und Jürgen Holstein abwechselnd kommentierten. Dabei wurden mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften zwei „verletzte Opfer“ (Schülerinnen der Q11) aus einem Unfallfahrzeug geborgen. Eindrucksvoll wurde dabei auch das Ineinandergreifen und Hand-in-Hand-Arbeiten der verschiedenen Helfer deutlich. Dieser Einsatz ließ noch einmal die Botschaft „Übernimm Verantwortung für dich und andere!“ lebendig werden.

Das RSG bedankt sich bei allen, die die Aktion Disco-Fieber möglich machen und dafür zum großen Teil auch ihre Freizeit opfern, für ihr großes Engagement. Dank gilt auch dem Autohaus Breitschwert, das das Unfallfahrzeug zur Verfügung stellte.

Gisela Heusinger-Herz

 

Lernen lernen

Zu einem Nachmittag rund um das Thema „Lernen lernen“ kamen am 20. Oktober mehr als 80 Fünftklässler zusammen mit ihren Eltern ans RSG.

Bei einem Lerntypentest und Vorträgen zu den Themen Vokabellernen, Schulaufgabenvorbereitung und Prüfungsangst erhielten Schüler und Eltern viele wertvolle Informationen über erfolgreiches Lernen und Arbeiten.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Präsentation des Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsprogramms MSE, das seit einem Schuljahr am RSG angeboten wird.

A. Krotsch

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