Vortrag des Jugendoffiziers

Wie komplex internationale Zusammenhänge sind und wie schwierig es in der heutigen Welt ist, Konflikte einzudämmen oder beizulegen, zeigte sehr anschaulich der Vortrag des Jugendoffiziers der Bundeswehr am 23.02. 2018. Hauptmann Marius Erbrich führte den Schülern der 12. Jahrgangsstufe im Rahmen des Sozialkundeunterrichts in einem 90-minütigen Vortrag sehr anschaulich vor Augen, wie Konflikte entstehen und eskalieren. Ausgehend von der Frage, von welchen Faktoren Sicherheit abhängt, zeigte er in seinem mit vielen Fakten und Bildern untermauerten Vortrag sehr lebendigen die komplexen Zusammenhänge von Ressourcenknappheit und daraus entstehenden Verteilungskonflikten mit der Flüchtlingsproblematik, dem Staatenzerfall in vielen Weltregionen und daraus wiederum resultierenden Problemen, wie der organisierten Kriminalität, der Piraterie oder dem Terrorismus auf. Dabei beleuchtete er immer wieder auch kritisch die Rolle der deutschen Außenpolitik, etwa wenn es um die Frage von Waffenexporten ging. Gerade mit Blick auf die aktuell verheerende Lage in Syrien, die am Ende des Vortrags kurz beleuchtet wurde, führte Hauptmann Erbrich den Schülerinnen und Schülern damit eindringlich vor Augen, dass sie, wie er es formulierte, in Deutschland, was das Thema Sicherheit angeht, „auf einer Insel der Glückseligen“ leben.

H. Scharrer

Englischer Vorlesewettbewerb 2018

Auch heuer fand am Reichsstadt-Gymnasium der englische Vorlesewettbewerb statt – zum sechsten Mal in Folge.
Ins Rennen um den ersten Platz gingen drei Vertreter aus den siebten Klassen, die vorher schon in internen Klassenentscheiden als Sieger hervorgegangen waren: Adéla Czepaniewska (7a), Viktoria Ritter (7b) und Marius Albig (7c) lasen jeweils zuerst einen vorbereiteten Text, dann einen unbekannten Auszug aus dem Roman „This morning I met a whale“ von Michael Morpugo.
Mit Beifall wurden sie von ihren Klassenkameraden unterstützt, entscheiden musste jedoch am Ende die Jury. Diese bestand aus den Englischlehrkräften der drei siebten Klassen, zwei Vertretern der SMV, Jonas Mitesser (Q11) und Jule Kränzlein (8a), die zugleich auch Vorjahressiegerin war, Frau Anette Wacker als Vertreterin der Eltern und Herr Günter Schuster, Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Westmittelfrankens.
Die Jury hatte keine leichte Aufgabe, doch nach eingehender Beratung stand die Siegerin des Vorlesewettbewerbs am RSG fest: Viktoria Ritter aus der 7b überzeugte die Jury durch ihr selbstsicheres Auftreten und ihre Fähigkeit, selbst schwierige Passagen in der Fremdsprache korrekt und natürlich betont vorzutragen.
Dank einer großzügigen Spende der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft wurden die Teilnehmer am Vorlesewettbewerb mit Buchpreisen gewürdigt.
Uwe Kamilli

Infotag 2018

Am 03. Februar 2018 fand unser Infotag statt. Hier hieß das RSG mit einem beschwingten Stück des Bläserchors seine zukünftigen Schülerinnen und Schülern und deren Familien willkommen. Sie konnten sich über unsere Schule allgemein informieren, wurden von Lehrkräften durch das Gebäude geführt, lernten besondere Räume wie z.B. unsere Unterstufen- und Mittelstufenbibliothek, einen der Computerräume oder einen Kunstsaal mit Arbeiten von Schülerinnen und Schülern kennen. Die zukünftigen RSGler wurden von unseren Tutoren begrüßt und mit dem Schulhaus bekannt gemacht. Dabei erlebten sie englische Lieder, Spannendes rund um unsere Welt und interessante Vorführungen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Zwischendurch konnten sie in der Sporthalle unsere verschiedenen Angebote der „Bewegten Pause“ testen.

Lateinschüler des RSG gewinnen mit ihrer Fotostory zu Ovids „Orpheus und Eurydike“ einen Geldpreis

Im Jahr 2017 jährte sich der Todestag des Dichters Ovid zum 2000. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums hatte die Stiftung Humanistische Bildung Bayern – Elisabeth-J.-Saal-Stiftung – gemeinsam mit dem Arbeitskreis Humanistische Gymnasien einen landesweiten Wettbewerb unter dem Titel „Celebremus Ovidium!“ („Lasst uns Ovid feiern!“) ausgerufen, an dem sich 34 Lateinschülerinnen und –schüler der 10. Jahrgangsstufe des Reichsstadt-Gymnasiums mit einem Projekt erfolgreich beteiligten. Für ihren Wettbewerbsbeitrag, eine Fotostory mit lateinischen Texten, wurden sie mit einem Geldpreis ausgezeichnet.

Die Schülerinnen und Schüler hatten im Lateinunterricht Ovids Erzählung vom tragischen Schicksal des begnadeten Sängers Orpheus gelesen. Orpheus kann mit seiner Kunst wilde Tiere zähmen und Steine zum Weinen bringen. Untröstlich über den Tod seiner geliebten Gattin Eurydike, die am Tag der Hochzeit durch einen Schlangenbiss getötet worden ist, steigt er in die Unterwelt hinab. Es gelingt ihm, mit seinem Gesang die sonst eigentlich unerbittlichen Unterweltgötter dazu zu bewegen, ihm seine Eurydike zurückzugeben. Allerdings stellen sie eine Bedingung: Er darf sich auf dem Rückweg nicht zu ihr umzudrehen. Im allerletzten Moment – der Ausgang zur Oberwelt ist schon in Sichtweite! – verstößt er gegen diese Bedingung. So verliert er Eurydike ein zweites Mal, und diesmal endgültig.

Mit großem Ideenreichtum setzten die Zehntklässler Ovids bewegende Verse in Bilder um. Für ihre Aufnahmen nutzten sie die Örtlichkeiten rund um das Wildbad, die einen hervorragenden Hintergrund für die Fotostory hergaben. In den Hauptrollen agierten Jana Hufnagl als Eurydike und Lorenz Hepp als Orpheus. Die Regie führte Simon Scharf. Den Part der Fotografin übernahm Anna-Maria Bartl. Benjamin Wacker zeichnete für Layout, Schnitt und Bildbearbeitung verantwortlich.

Mit ihrem Projekt konnten die Schülerinnen und Schüler die Wettbewerbsjury beeindrucken, wie Dr. Wilhelm Pfaffel, OStD a. D. und 2. Vorstand der Stiftung Humanistische Bildung, in seinem Glückwunschschreiben bemerkt.

Gisela Heusinger-Herz/Dr. Philipp Böhme

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