Projekt „#Rothenburgdrückt“ am RSG

Der plötzliche Herztod ist eine der führenden Todesursachen, nicht selten sind nahe Angehörige betroffen. Bereits 3-5 Minuten nach dem Herzkreislaufstillstand kommt es durch Sauerstoffmangel zu unwiederbringlichen Schäden des Gehirns und anderer Organe. Der professionelle Rettungsdienst trifft aber im Schnitt erst nach 8-10 Minuten beim Patienten ein. Dann ist es in aller Regel bereits zu spät. Einzig und allein der sofortige Beginn einer Herzdruckmassage durch anwesende Zeugen kann helfen und Leben retten.

Leider wird dies in Deutschland nur in maximal 30-40% der Fälle durchgeführt. Andere Länder, in denen der Unterricht in den Basismaßnahmen der Wiederbelebung bereits in der Schule beginnt, schaffen hier eine Rate von über 70%. In Deutschland könnten so über 10.00 Leben im Jahr gerettet werden.

Das Projekt „#Nürnbergdrückt“ hat das Ziel, den Unterricht in den Basismaßnahmen der Reanimation an allen Nürnberger Schulen zu etablieren, indem alle Schüler ab der 7. Klasse regelmäßig unterrichtet werden. Für einen nachhaltigen Lernerfolg reicht dafür bereits eine Schulstunde pro Jahr.

Mittelfränkische Notärzte sprechen Schulen an, um das Projekt weiterzuführen, auch außerhalb von Nürnberg, weshalb nun auch Rothenburg „drückt“. Notarzt Jan Overmans wird Lehrer am Reichsstadt-Gymnasium schulen, um den Unterricht durchzuführen. Dafür spendeten die hausärztlichen Gemeinschaftspraxis Weltzer und Overmans und die Tierärztliche Praxis Rothenburg Dr. Stefan Scholz & Dr. Birgit Scholz Reanimationsphantome, um am RSG diesen Unterricht durchzuführen. Die Puppen wurden in der Aktionswoche „Woche der Wiederbelebung“ dem Schulleiter des Gymnasiums, Thomas Knäulein, übergeben.

U. Kamilli

Betreuer des Schulsanitätsdienstes am RSG, Michael Dienesch, Schulleiter Thomas Knäulein, Jan Overmans und Birgit Scholz
Betreuer des Schulsanitätsdienstes am RSG, Michael Dienesch, Schulleiter Thomas Knäulein, Jan Overmans und Birgit Scholz
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