Das „Museum im Koffer“ mit der Aktion „Auf nach Rom!“ am RSG oder: Lateinunterricht einmal anders …

Viel ist im Lateinunterricht vom Alltagsleben der alten Römer die Rede. Wie wohnten sie? Wie kleideten sie sich? Welche Frisuren trugen sie? Was gab es zu essen? Wie lief Schule im antiken Rom ab? Wie sah eine Großstadt aus? Was bedeutete es, Soldat zu sein? Solche und viele andere Fragen greifen wir im Lateinunterricht auf. Immer wieder unternehmen wir auch Exkursionen nach Aalen oder nach Ruffenhofen ins Römermuseum, wo das Leben der alten Römer anhand von Exponaten, Installationen, Filmen oder in Workshops begreifbar gemacht wird.

Dieser Tage – kurz bevor die Schule wegen Corona schließen musste – erlebten die LateinerInnen der 7. Klassen aber einmal mehr, dass man sich das Museum auch in die Schule holen kann. Das „Museum im Koffer“, schon bekannt aus der 6. Klasse mit dem Thema „Steinzeit“, kam nämlich mit seinem Projekt „Auf nach Rom!“ ans RSG. Jede Klasse erlebte drei sehr abwechslungsreiche Unterrichtsstunden.

Zunächst machten die SiebtklässlerInnen zusammen einen kurzen theoretischen Ausflug in die Geschichte Roms, dann zogen sie Parallelen zwischen einer antiken und einer modernen Großstadt und stellten diverse Gemeinsamkeiten fest: Rathäuser und Marktplätze, Mietshäuser, Bäder, Friedhöfe, Theater oder Kanalisation – all das gab es auch damals schon.

Im Hauptteil der Aktion aber ging es um das praktische Tun: An verschiedenen Mitmach-Stationen tauchten die SchülerInnen ein wenig in das Alltagsleben einer Römerin und eines Römers ein. Da wurde gemeinsam gekocht und gegessen, es wurde Schmuck hergestellt, Mitschüler wurden geschminkt, die Montur eines römischen Legionärs lud zum Anziehen ein, u.v.m. Einen Höhepunkt stellte dann der Bau einer begehbaren Brücke in der Aula dar, bei dem alle mit anpacken mussten. Die Brücke hielt am Ende tatsächlich der Belastungsprobe stand, wie die Bilder unten zeigen.

Am Ende waren sich alle einig: Es war eine Aktion, bei der man etwas lernen konnte, die aber insbesondere viel Spaß gemacht hat.

Heusinger-Herz

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