Französischschüler*innen des RSG laufen für Emmaüs

Die Französischschüler*innen der neunten Klasse, die im sprachlichen Zweig Französisch als dritte Fremdsprache lernen, befassten sich im Unterricht mit bekannten sozialen Hilfsorganisationen in Frankreich, wie zum Beispiel „Médecins sans frontières“ (Ärzte ohne Grenzen), „Restos du cœur“ (Restaurants des Herzens) oder „Emmaüs“. Sie waren beeindruckt von den Berichten französischer Jugendlicher, die sich in ihrer Freizeit für solche Organisationen engagieren. Aufgeschreckt durch die Nachricht, dass eine obdachlose junge Frau ihr Kind bei Eiseskälte im Freien zur Welt bringen musste, entschlossen sie sich, zehn Tage lang um Spenden für „Emmaüs“ zu laufen.

Der französische Geistliche Abbé Pierre, der Gründer von „Emmaüs“, begann schon im Jahr 1949, Menschen ohne Wohnung und Arbeit Hoffnung zu geben. Emmaüs ist der Name eines biblischen Dorfes, in dem zwei Jünger Jesu ein Haus besaßen. Sie nahmen Jesus bei sich auf, aßen mit ihm, und er verlieh ihnen neue Hoffnung.

Die Obdachlosen heute werden durch Emmaüs-Gruppen angeleitet, wieder Hoffnung zu fassen und in ein eigenständiges Leben zurückzufinden. Inzwischen gibt es weltweit mehr als dreihundert solcher Gruppen, unter anderem auch in Deutschland.

Jeder Kilometer der joggenden Französischschüler*innen wurde durch einen Euro gesponsert. Am Ende kam die Summe von 350 Euro für „Emmaüs“ zusammen. Einen Vorteil hatte das Ganze auch für die Jugendlichen: Während des vielen Sitzens im Distanzunterricht des Lockdowns setzten sie sich selbst und für andere in Bewegung. „Und Spaß gemacht hat es außerdem!“ meinte eine der Schüler*innen.

OStRin Christine Mägerlein

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