Be smart, don´t start! Just drop and stop! – Sucht- und Drogenprävention am RSG

„NUGGETS“ heißt der Kurzfilm von Filmemacher Andreas Hykade, mit dem Kriminalhauptkomissar Thomas Ackermann seinen Workshop zur Drogen- und Suchtprävention am RSG startete. Eindrucksvoll zeigt der Clip, wie berauschend der Stoff der Träume ist und wie schön er zum Abheben verführen kann. Immer kürzer werden die Abstände bis zum ersehnten nächsten Glückszustand. Gelbes Licht leuchtet und umhüllt den ganzen Körper, der benebelte Vogel schwebt. Doch in nur fünf kurzen Minuten zeigt NUGGETS auch, wie hinterlistig diese Anziehung ist, wie der Rausch immer kürzer wird und der Aufprall in der Realität immer härter und schmerzhafter verläuft.
Nachdem wir diesen kurzen Film angeschaut hatten, erarbeiteten wir mit Herr Ackermann, welche verschiedenen Suchtmittel und Abhängigkeiten es gibt- an manche wie z.B. Kaufsucht oder ähnliches denkt man gar nicht. Die bekannteste legale Droge ist aber weiterhin Alkohol, die auf Partys auch oft von Minderjährigen in großen Mengen konsumiert wird, was dazu führt, dass solche Events dann nicht selten mit einem Krankenhausaufenthalt enden. Anschließend nannte Herr Ackermann einige Suchtmittel wie Haschisch, Cannabis oder Marihuana und schilderte deren manchmal tödliche Konsequenzen. Zudem erklärte er uns, dass Legal Highs alles andere als harmlos sind. Legal Highs sind Kräutermischungen, die jedoch vor dem Weiterverkauf durch Händler mit Haarspray und anderen Chemikalien gestreckt werden, mit dem Ziel mehr Gewinn zu machen. Oft werden diese Kräutermischungen in verschmutzten Räumen hergestellt, wobei allerlei Schadstoffe in die Kräuter gelangen. Legal Highs können sehr gefährlich sein, da wenn sie eine Weile gelagert wurden, giftige chemische Stoffe an den Boden der Tüte absinken, somit raucht der Erste nur Kräuter und der Letzte nur Chemie, was bis zum Tod führen kann. Wir haben viel Neues gelernt, u.a. auch, dass es illegal ist, harmlose Mittel als Drogen auszugeben. Beispielsweise zerschlug eine Person eine Glasflasche in feine Splitter, die er als Cristal Meth ausgab und an Mitschüler verteilte. Die Mitschüler, die die vermeintliche Droge schnupften, zogen sich schwere Verletzungen an der Nasenschleimhaut zu. Einfach “nein” sagen ist also immer das Beste, wenn man Drogen angeboten bekommt. Es klingt zwar einfach, “nein” zu sagen, aber einige Menschen beginnen Drogen zu nehmen, weil sie genau dies nicht schaffen und unter Gruppenzwang stehen Der Vortrag war rundum gelungen und durchaus informativ. Außerdem war er kreativ gestaltet und wir konnten das Thema Drogen durch die alltagsnahen Beispiele besser verstehen.

Für die 8. Klassen: Nelly Baumann, Liah Saliger

Mit Kunst Grenzen überwinden

Am 05. April hatten wir Herrn Moneer Ballish bei uns zu Gast, einen Architekten aus Syrien, der aufgrund des Krieges seine Heimat verlassen und ein neues Leben in Deutschland beginnen musste. Einem Land, dessen Sprache, Religion, Gewohnheiten und Menschen er nicht ansatzweise kannte. Mithilfe offenherziger Menschen, allen voran seinem heute sehr guten Freund Hans Emmert, konnte er nach und nach die ersten Schritte in dieses neue Leben wagen. Seine traumatisierenden Erfahrungen hat er in Bildern und Musik zu verarbeiten versucht, wie die Ausstellung „Farben beginnen zu leuchten“, die von Anfang Februar bis Ende April bei uns in der Aula zu sehen war, veranschaulicht. Für Moneer Ballish gewinnt am Ende die Farbe Weiß, die des Friedens und der Reinheit, über das Dunkle, über Leid, Hass und Krieg. Daher ist ihm die Völkerverständigung ein Herzensanliegen, für das er immer wieder an Schulen mit Schüler*innen Kunstwerke erschaffen will.

Zunächst war für unsere Schule ein anderes Objekt vorgesehen gewesen, doch im Zuge der schrecklichen Ereignisse in der Ukraine bat er, der diese Situation in ähnlicher Weise am eigenen Leib erfahren hat, darum, eine Blume in den Farben der Ukraine zu gestalten. Er sagt dazu: „Die Blume steht für das Leben und die Schönheit. Das sind Dinge, die in einem Krieg immer verlorengehen. In Syrien, aber gerade auch in der Ukraine. Ich hoffe, alle Menschen auf der ganzen Welt erheben ihre Blumen gegen den Krieg.“

Am 05.04.22 trafen sich die Mitglieder der Gruppe „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“ mit Freunden, unserer französischen Gastschülerin und unserer ukrainischen Schüler*innen im Kunstsaal um aus 24 Einzelteilen, die jeder frei innerhalb eines vorgegebenen Farbrahmens gestalten konnte, das Gesamtwerk zu erschaffen. Herr Ballish hatte zu Hause schon die Teile perfekt vermessen und in Form gebracht, so dass wir den ganzen Vormittag über fleißig malen konnten. Danach wurden in mühevoller Kleinarbeit die Teile auf der großen Blume mit Leim und Nägeln befestigt und mit einer weißen Schnur ganz im Sinne des Künstlers verbunden, bis am Ende das große Ganze bestaunt und sofort stolz in der Aula aufgehängt werden konnte.

Mit dabei waren nicht nur Moneer Ballish, der von der ersten Idee bis zum letzten Nagel voller Herzblut für die Umsetzung seines Projekts gearbeitet hatte, und ständig mit Rat und Tat zur Seite stand, sondern auch sein Freund und Unterstützer Hans Emmert, Matthias Zöllmer vom Kreisjugendring Ansbach, der das Projekt und die Wanderausstellung im Landkreis betreut, und zwei Vertreter des Medienteams Parabol in Nürnberg, die eine Kurz-Dokumentation über Herrn Ballish als Begleitung für die Ausstellung und zur Verwendung in der Jugendarbeit erstellen, die dann auch an die Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung geschickt werden wird, die in einem Projekt Erzählungen von Menschen mit Fluchterfahrung sammelt.

Dass es sechs verschiedene Jahrgangsstufen waren, die gemeinsam an diesem Projekt arbeiteten, war in der harmonischen, konzentrierten und entspannten Stimmung nicht zu bemerken, vielmehr hat dies das Projekt ebenso bereichert wie die Tatsache, dass in unserem Kunstsaal verschiedene Religionen, Kulturen und Nationalitäten zusammenkamen und in Austausch treten konnten. Ganz im Sinne der Völkerverständigung, für die Moneer Ballish sich so engagiert. Auf seinem neuen Blog www.weissgewinnt.de können Interessierte mehr erfahren.

Die Arbeit am Projekt war für uns alle bereichernd und alle Beteiligten können mit Recht stolz sein auf das schöne Ergebnis, das nun unsere Aula ziert und ein klares Statement gegen Hass und Gewalt setzt, wofür wir als Schule einstehen. Unseren herzlichen Dank richten wir an Herrn Ballish, der uns dieses Erlebnis ermöglicht hat, und mit seiner sanften, ruhigen Art sein Ziel, zur Völkerverständigung und Friedenserziehung beizutragen, auf vorbildliche Weise verfolgt, und an alle, die des Weiteren zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Zum Schluss bedanken wir uns noch sehr herzlich bei unserem Förderverein, der uns das Projekt schließlich auch in finanzieller Hinsicht ermöglicht hat.

Julia Ferger

Schneegestalten

Am vergangenen Donnerstag, 16. 12. 2021, wurden in einer Vertretungsstunde ganz fleißig Schneemänner, Schneefrauen und sonstige Schneegestalten gebaut…und uns war noch nicht einmal kalt dabei…doch seht selbst…viel Spaß dabei!

Zurück in die Steinzeit

Trotz den Einschränkungen durch die Covid-Pandemie konnten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Reichsstadt-Gymnasiums erfahren wie mühsam das Leben in der Steinzeit war. Die erfahrenen Museumspädagogen des Nürnberger „Museums im Koffer“ unternahmen mit ihnen eine Zeitreise in diese längst vergangene Epoche, die dank einer Fülle von Anschauungsmaterial im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ wurde. Die Pädagogen konnten die Schüler auch mit Erzählungen fesseln und dadurch dazu motivieren nun auch selbst auszuprobieren mit welchen Werkzeugen in der Steinzeit gearbeitet wurde. Pfeile und Speere wurden gebaut und Bogensehnen auch Flachsfasern. Am schwierigsten war das Bearbeiten von Specksteinen mit einfachen Steinbohrern. Hergestellt wurden außerdem kleine Tongefäße, die die Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre anderen Werke als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften. Einzig das Kochen konnte aufgrund der verschärften Hygienebestimungen nicht stattfinden. So konnten die SchülerInnen keinen Getreidebrei mit Honig herstellen, was in vergangenen Jahren anschaulich gemacht hatte wie mühsam das Getreidemahlen mit einfachen Steinwerkzeugen sein kann. Am Ende waren sich dennoch alle einig: „So macht Geschichte richtig Spaß!“

Heidrun Scharrer, Julian Schilling

Projekttage „Day after tomorrow – Energieversorgung heute und morgen“

Im Oktober fanden für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe Projekttage zum Thema „Day after tomorrow – Energieversorgung heute und morgen“ statt. Dazu kamen Referenten der IJF (Initiative junge Forscherinnen und Forscher) aus Würzburg, um die Schüler über die aktuelle und zukünftige Energiegewinnung zu informieren. Einen Großteil des zweitägigen Projekts verbrachten die Schüler mit praktischen Versuchen und konnten sich so selbst ein Bild zur Nutzung der neueren und herkömmlichen Energieträger machen.

M. Stepf

Erster Schultag

Am 14. 09. 2021 durften wir usere neuen Fünftklässler:innen am RSG begrüßen. Unser Schulleiter Herr Knäulein begrüßte sie bei schönem Wetter persönlich und der Elternbeirat überreichte einen Ordner und eine personalisierte Trinkflasche. Doch sehen Sie selbst…

Kennenlerntag 2021

Lachende und fröhliche Kinderaugen umrahmt von bunten Seifenblasen konnte man am Samstag, 10.7., zum Abschluss des diesjährigen Kennenlerntages auf dem Pausenhof des Reichsstadt-Gymnasiums beobachten. 
An diesem Tag bekommen die zukünftigen Fünftklässler des Gymnasiums in Rothenburg traditionell die Möglichkeit, ihre neue Schule und ihre Klassenlehrkräfte bereits vor dem Schulstart im September kennenzulernen, um unbeschwerte Sommerferien in freudiger Erwartung auf das neue Schuljahr verbringen zu können. 

Erfreulicherweise konnten alle Kinder der Einladung ihrer neuen Schule folgen und so kamen insgesamt 78 Schülerinnen und Schüler am vergangenen Samstag aufgeregt und erwartungsfroh ans Reichsstadt-Gymnasium. Dort wurden sie bereits von einigen ihrer nächstjährigen Lehrkräfte erwartet und von Schulleiter OStD Thomas Knäulein herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Kennenlern- und Spielerunde im Klassenzimmer begab sich jede der drei Klassen mit ihren Tutoren, zukünftigen Neuntklässlern, die den „Kleinen” das Ankommen am Gymnasium im September erleichtern werden, auf eine aufregende Schulhausrallye. Zu Beginn stand dabei ein Besuch in der Turnhalle auf dem Programm, bei dem die vielfältigen Möglichkeiten der am RSG beliebten „bewegten Pause“ miterlebt werden konnten. Die verschiedenen Spiel- und Sportgeräte, die dort bereitlagen, wurden begeistert ausprobiert. Nachdem auch der Rest des Schulgeländes erkundet worden war, kehrten die Kinder erhitzt und glücklich ins Klassenzimmer zurück. Dort blieb nun noch ausreichend Zeit, um weitere Fragen zu klären, sich noch besser kennenzulernen und sich Gedanken zu eigenen Wünschen und Hoffnungen für das kommende Schuljahr zu machen und diese aufzuschreiben. 

Der Kennenlerntag ist Teil des Übergangskonzepts am Reichsstadt-Gymnasium, das den Grundschülern den Start an der neuen Schule erleichtern soll und von der StiL-Gruppe des Gymnasiums entwickelt wurde.
Die strahlenden und freudigen Gesichter, die den Eltern entgegenblickten, als sie ihre Kinder wieder abholten, lassen darauf hoffen, dass mit der gelungenen Veranstaltung des Kennenlerntags ein erster und wichtiger Schritt in diese Richtung gegangen werden konnte.   

Stefan Reu

Glücksmomente in Corona-Zeiten – Beste Aufnahmen gesucht

Unter dem Motto „Glücksmomente in Corona-Zeiten – Beste Aufnahmen gesucht“ sollten Bilder, die Freizeitgestaltungen und Hobbys innerhalb der aktuellen Zeit in Szene setzen, fotographisch festgehalten und eingereicht werden. 
Insgesamt entstand eine Vielfalt individueller Interpretationen, worüber sich die SmV ganz besonders gefreut hat und sich auch nochmals für die Teilnahme aller jungen Fotograph*Innen und das durchaus positive Feedback bedanken möchte.  
Das Team Sonderaktionen der SmV bewertete alle eingereichten Fotographien nach fünf Kategorien. Jedes Bild erhielt somit in Kreativität, Qualität, Professionalität, Motto-Zugehörigkeit und Gesamterscheinung, eine Einschätzung auf einer Skala von 1 bis 10. Diese einzelnen Kriterien führten zu einer Gesamtbewertung durch das Team. 
Die drei besten Aufnahmen wurden jeweils mit einem Roma-Gutschein geehrt.  

Marlene Roth

Französischschüler*innen des RSG laufen für Emmaüs

Die Französischschüler*innen der neunten Klasse, die im sprachlichen Zweig Französisch als dritte Fremdsprache lernen, befassten sich im Unterricht mit bekannten sozialen Hilfsorganisationen in Frankreich, wie zum Beispiel „Médecins sans frontières“ (Ärzte ohne Grenzen), „Restos du cœur“ (Restaurants des Herzens) oder „Emmaüs“. Sie waren beeindruckt von den Berichten französischer Jugendlicher, die sich in ihrer Freizeit für solche Organisationen engagieren. Aufgeschreckt durch die Nachricht, dass eine obdachlose junge Frau ihr Kind bei Eiseskälte im Freien zur Welt bringen musste, entschlossen sie sich, zehn Tage lang um Spenden für „Emmaüs“ zu laufen.

Der französische Geistliche Abbé Pierre, der Gründer von „Emmaüs“, begann schon im Jahr 1949, Menschen ohne Wohnung und Arbeit Hoffnung zu geben. Emmaüs ist der Name eines biblischen Dorfes, in dem zwei Jünger Jesu ein Haus besaßen. Sie nahmen Jesus bei sich auf, aßen mit ihm, und er verlieh ihnen neue Hoffnung.

Die Obdachlosen heute werden durch Emmaüs-Gruppen angeleitet, wieder Hoffnung zu fassen und in ein eigenständiges Leben zurückzufinden. Inzwischen gibt es weltweit mehr als dreihundert solcher Gruppen, unter anderem auch in Deutschland.

Jeder Kilometer der joggenden Französischschüler*innen wurde durch einen Euro gesponsert. Am Ende kam die Summe von 350 Euro für „Emmaüs“ zusammen. Einen Vorteil hatte das Ganze auch für die Jugendlichen: Während des vielen Sitzens im Distanzunterricht des Lockdowns setzten sie sich selbst und für andere in Bewegung. „Und Spaß gemacht hat es außerdem!“ meinte eine der Schüler*innen.

OStRin Christine Mägerlein

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