Abschiedsgrüße

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    M. Engelmann

 

 

 

Sehr verehrte Gäste, lieber Herr Först,

als Sie Ihren Dienst hier am Reichsstadt-Gymnasium Rothenburg antraten, hat man Ihnen von höherer Seite aus geraten, eine Charmeoffensive zu starten. Getreu dieser Devise haben Sie noch in den Ferien den Personalrat angerufen und um ein geselliges Treffen zum Kennenlernen in einer Rothenburger Gartenwirtschaft gebeten. Dort haben Sie sich uns als derjenige vorgestellt, der Sie im Grunde Ihres Herzens und Ihrer ganzen Lebensart nach ja auch sind: als fröhlicher Franke! Als ein solcher sind Sie dann zu uns gekommen. Sie haben Ihren Lebensmittelpunkt von Kulmbach nach Rothenburg verlagert und haben sich hier niedergelassen. Ihrem Naturell entsprechend haben Sie sich in die gesellschaftlichen Kreise eingegliedert und waren fortan ganz selbstverständlich das Gesicht unseres Gymnasiums in der Öffentlichkeit. Und da Sie zwar hochgebildet sind, aber doch auch die Sprache der Menschen sprechen und eine leutselige Art an sich haben, sprachen die Leute bald davon, dass Sie keinen Bildungsdünkel hätten und man ganz normal mit Ihnen reden könne – kurzum die Leute fassten Vertrauen zu Ihnen und durch Sie als Sympathieträger zu uns und unserer Schule. Solches Vertrauen und Zutrauen der Bevölkerung ist die Grundlage dafür, dass Eltern ihre Kinder gerne zu uns schicken, uns anvertrauen. Für diese schulfördernde Öffentlichkeitsarbeit als fröhlicher Franke darf ich Ihnen, lieber Herr Först, auch im Namen des Kollegiums herzlich danken. Was aber die Repräsentation der Schule nach außen ist, ist die Führung der Schule nach innen. Dabei sind eine effiziente Verwaltung und eine zukunftsorientierte Schulentwicklung überwiegend Teamarbeit, für die ich mich auch im Namen des Kollegiums bei Ihrem Stellvertreter, Herrn Dr. Kocher, ausdrücklich bedanken möchte. Herz und Seele einer Schule sind die in ihr arbeitenden Menschen. Darum ist und bleibt Menschenführung die Kernaufgabe eines Schulleiters. Und da kommen wieder Sie, lieber Herr Först, als unser fröhlicher Franke ins Spiel. Keine Sitzung verging, ohne dass gelacht wurde; keine Ansprache ohne einen Lacher des Publikums. Dass Lachen befreit und Streit lähmt, ist eine alte Binsenweisheit. Wer fröhlich an die Arbeit geht, schafft mehr, als wer es verdrießlich tut. Das gilt nicht nur für die Pädagogik, aber für sie in besonderem Maße. Lust und Leistung sind kein Gegensatz, sondern Lust ist die Motivation zur Leistung. Wem seine Arbeit Spaß macht, der wird sie von sich aus so gut machen, wie er sie nach seinen Fähigkeiten eben kann. Mit Ihrer fröhlichen Art haben Sie die Lust zur Leistung, die Freude an der Arbeit geweckt. Und Sie haben diese geleistete Arbeit dann auch wertgeschätzt. Sie waren kein Bedenkenträger, sondern ein Fahnenträger. So haben Sie im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung eine Fahrt nach Nürnberg zur Ausstellung von Karl IV. angeregt. Ein in meinen über 30 Dienstjahren singuläres Ereignis, das die kollegiale Gemeinschaft stärkte und die historische Allgemeinbildung förderte. Auch die von den Schülern selbst zu organisierende Berlinfahrt haben Sie zwecks politischer und kultureller Bildung wieder eingeführt. Exemplarisch wird hier ein umfassender Bildungsbegriff sichtbar, der für Sie als Germanist selbstverständlich auch die schönen Künste umfasst. Erfüllen Sie doch selbst mit Ihren Bildungsreisen das ästhetische Ideal der Klassik: Voll alten Geists ein gewanderter Mann.

Solche Bildung, gepaart mit reichhaltiger Lebenserfahrung, ermöglicht Ihnen einen sensiblen Umgang mit Menschen. Mit Gespür für Stimmungslagen und Einfühlungsvermögen haben Sie die Kolleginnen und Kollegen nicht ermahnt, sondern ermutigt, von sich aus ihre Ideen einzubringen und in die Tat umzusetzen. Sie haben das Kollegium nie von oben herab behandelt und im persönlichen Gespräch stets Achtung und Respekt gezeigt. Sie sind uns immer auf Augenhöhe begegnet und haben den funktionalen Unterschied menschlich überbrückt. Auch fassten Sie Beschlüsse und Entscheidungen nicht selbstherrlich, sondern im Konsens. Dabei war Ihre Meinung zwar themensetzend, richtungsweisend und oft auch konsensbildend, aber eben nicht verordnet oder unumstößlich. Sie haben argumentiert, nicht reglementiert. Dazu gehörte auch, dass Sie Ihre Meinung änderten oder eine Entscheidung revidierten. Das ist kein Zeichen von Führungsschwäche, sondern unter diskursfähigen Menschen ein Zeichen von Souveränität zugunsten einer wünschenswerten Compliance aller Mitwirkenden; denn gegen den inneren Widerstand der vielen geht schwerlich etwas vorwärts. Einem chinesischen Sprichwort folgend, haben Sie keine Mauern, sondern Windmühlen gebaut. Für dieses menschliche und zugleich zielstrebige Führungsverhalten darf ich Ihnen, lieber Herr Först, auch im Namen des Kollegiums unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen. Bei alledem, der Repräsentation nach außen wie der Führung nach innen, darf aber der Frohsinn unseres fröhlichen Frankens nicht mit platter Feierlaune oder gar mit berechnender Herrschaftstechnik verwechselt werden. Ihr Frohsinn, lieber Herr Först, kommt aus dem Herzen. In Ihren Abiturreden haben Sie immer auch von der Verantwortung der jungen Menschen für die Schöpfung gesprochen. Wer aber die Welt als Schöpfung bezeichnet, unterlegt ihr einen Sinn und sieht im Mitmenschen zuerst und vor allem das Gute. Aus dieser Wertehaltung begegnen Sie Ihren Mitmenschen offen und vertrauensvoll, haben weder Angst vor Autoritätsverlust noch benötigen Sie ein Machtgehabe. Das hat mir persönlich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen sehr erleichtert und dafür danke ich Ihnen herzlich. Für Ihren Ruhestand wünschen wir Ihnen als Kollegium viel Gesundheit, alles Gute und Gottes Segen. Unternehmen Sie noch viele Bildungsreisen und engagieren Sie sich weiterhin und neuerdings in zahlreichen Vereinen – nicht zuletzt den Freunden des Reichsstadt-Gymnasiums. Um diese Verbundenheit mit Ihrer Schule zu unterstützen, darf ich Ihnen heute schon im Namen des Kollegiums eine Fotomontage aller Schüler und Lehrer überreichen. Morgen – auf unserer schulinternen Abschiedsfeier – haben wir dann noch die eine oder andere Überraschung für Sie. Wir alle freuen uns auf Ihr morgiges Kommen, laden Sie aber auch in Zukunft gerne zu uns ein und hoffen, dass Sie allzeit der bleiben, der Sie sind: ein fröhlicher Franke!

Verabschiedungsrede des Personalratsvorsitzenden Wolfgang Engelmann


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Lieber Klaus, seit du zum Schuljahr 1983/84 ans RSG kamst, hast du hunderte von Rothenburger Schülerinnen und Schüler erlebt, die du auf deine ganz eigene Art Englisch und Französisch gelehrt hast. Mit Spiel und Spaß, bei Bingo und „Simon says …“  lernten sie in der Unterstufe die Zahlen und sämtliche Vokabeln für die verschiedenen Körperteile und sie lernten nebenbei auch noch gut hinzuhören. Das Futur hast du mit Liedern wie „In the year 2525“ von Zager and Evans vertieft, und so manch einer kam durch dich und „In the Ghetto“ auf den Geschmack von Elvis Presley. An „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ und „Jingle Bells“ kam zur Weihnachtszeit keine deiner Klassen vorbei. Abwechslungsreich und lustig war es bei dir, weil du ein Lehrer bist, der gern lacht – auch mit der Klasse zusammen über sich selbst. Bei allzu zähen Grammatikerklärungen an der Tafel hast du immer darauf geachtet, einige Schüler und Lehrer in den Beispielsätzen unterzubringen. Bei allem Spaß war es dir aber wichtig, dass deine Schülerinnen und Schüler aus deinem Unterricht viel mitnehmen konnten, die Grammatik verstanden und die Vokabeln lernten. Zur Motivation beim Wörterlernen verteiltest du kleine Eiffeltürme und deine legendären Stuppinüsse; manche Schüler haben später zugegeben, dass sie tatsächlich nur wegen des süßen Snacks wie die Wilden die Wörter gelernt haben! Von Shakespeare über Doris Lessing bis hin zu J. D. Salinger, von Molière über Emile Zola bis hin Eugène Ioneso  – du hast keine Lektüre gescheut, und war der Inhalt allzu abstrakt und zu weit von der Realität deiner Schüler entfernt, dann hast du ihm einen praktischen Anwendungsbezug gegeben. So musste dir dein erster Englisch-LK 1990 quer über die Schulwiese folgen, als du mit einer Wünschelrute in beiden Händen nach Wasseradern suchtest. Schon 1986 hast du die Funktion des Fachbetreuers für Französisch übernommen – damit warst du bis zu deinem Ruhestand gewiss der langjährigste Fachbetreuer in ganz Bayern. Mit deiner unkomplizierten und kollegialen Art hast du als Fachbetreuer vielen Referendaren und Referendarinnen und auch deinen Kolleginnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Dafür sagen wir „un grand merci“. Für das Fach Französisch war es dir besonders wichtig, die Schüler in echten Kontakt mit Land und Leuten zu bringen: Legendär sind die von dir initiierten Tagesfahrten nach Straßburg und die Schüleraustauschwochen mit Athis-Mons / Paris, die du mit viel Herzblut und großem Organisationstalent zu unvergesslichen Tagen von vielen Schülerinnen und Schülern werden ließest. Doch du hast nicht nur in deinen Fächern gewirkt, sondern auch deine Leidenschaft für Zahlen unter Beweis gestellt, als du junge Gymnasiasten in die höhere Mathematik eingeführt hast und so einige Jahre lang halfst, einen Lehrerengpass zu überbrücken. Zu den Highlights am RSG und in deinem Berufsleben zählen ganz bestimmt die großartigen musikalischen Akzente, die du zum Beispiel mit „Monster“, „Faust“ oder „Des Müllers Töchterlein“ gesetzt hast. Schon als junger Kollege hast du dich für das Sprachlabor begeistert. Diese Begeisterung hat dich so geprägt, dass du – lange bevor irgendjemand vom Fachraumprinzip gesprochen hat – zu einem Verfechter des Lehrerraumprinzips wurdest. Von allen Kollegen hast du es als einziger geschafft, einen Klassenraum zu bekommen, den du als englisch- und französischfreundliches Zimmer gestaltet und eingerichtet hast. Dass dieser Raum vor wenigen Monaten der Modernisierung zum Opfer fiel und jetzt wie ein normales Klassenzimmer aussieht, dürfte dir den Abschied enorm erleichtern! Den Verlust des Sprachlabors können wir anderen alle leicht verkraften, aber du wirst uns fehlen mit deinem Humor, deiner weithin hörbaren Unterrichtsstimme, deinen süffisanten Bemerkungen, deiner pragmatischen Einstellung, deiner entwaffnenden Ehrlichkeit, deiner Kreativität und deinen Ratschlägen zu allen Lebensfragen. Wir wünschen dir für deinen neuen Lebensabschnitt viel Glück und Gesundheit und hoffen zum einen auf viele Postkarten von dir, zum anderen aber auch darauf, dich oft in geselliger Runde wiederzusehen! Für die nächste Straßburgfahrt haben wir dir auf jeden Fall schon einen Platz im Bus reserviert.

Deine Fachschaften Französisch und Englisch


kempter

Liebe Frau Kempter,

bei unseren letzten Verabschiedungen ist uns allen ja offensichtlich aufgefallen, dass viele Mitarbeiter lange Jahre an unserer Schule waren, Herr Hufnagel 13 Jahre, Herr Carove 29 Jahre und Sie fast 24 Jahre. Andererseits ist bei den Bewerbungen für Ihre Nachfolge aufgefallen, dass viele oft nur kurzfristig bei einer Vielzahl von Arbeitgebern tätig waren, manchmal nur wenige Wochen oder vielleicht einmal zwei Jahre. Das mag an den Arbeitnehmern liegen, denen alles nicht passt, oder an den Arbeitgebern, bei denen alles nicht passt. Bei den 24 Jahren, die Sie bei uns waren, Frau Kempter,gehe ich davon aus, dass Sie sich wohlgefühlt haben und dass es Ihnen gefallen hat, vielleicht in den letzten Jahren noch mehr als in früheren.

Ihren Dienst haben Sie am 2. November 1993 angetreten, mit drei Vierteln der regulären Arbeitszeit von 38,5 Stunden. Sie haben in diesen Jahren auch anspruchsvolle Aufgabengebiete übernommen und deshalb bin ich sehr froh, dass uns vor drei Jahren noch einmal eine Höhergruppierung gelungen ist, die Sie auch wirklich verdient haben, denn Sie haben sich immer wieder neu eingearbeitet. Ich darf nur auf Folgendes hinweisen: Da ist die Einstellung von unterhälftig Beschäftigten und die Zusammenstellung aller Unterlagen – denken Sie nur an das Theater wegen der Befristungsgründe -, da ist die Reisekostenabrechnung, da ist die Abrechnung des Referendareinsatzes, die Verwaltung des FIBS-Programms, die Registrierung und Archivierung der schriftlichen Leistungserhebungen, was im August jedes Jahr viel Geduld und viel Nachdruck erforderte. Manches weiß ich vielleicht gar nicht, weil Sie es immer selbstständig, sehr rasch und äußerst sorgfältig erledigt haben. Darüber ist jeder Chef froh.

Aber wir haben es ja nicht nur mit Befristungsgründen und erweiterten Führungszeugnissen zu tun, sondern vor allem mit Menschen. Sie waren immer freundlich, stets hilfsbereit und haben jedem sehr schnell zu helfen versucht, auch in turbulenten Momenten, die es immer wieder gibt.

Ich persönlich möchte Ihnen für die loyale und vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr herzlich danken. Ich werde es vermissen, wenn ich nicht mehr ins Sekretariat hinausrufen kann: „Frau Kempter, das Ding geht wieder nicht!“ Gemeint ist mit dem „Ding“ der Computer, wobei Sie mir in den allermeisten Fällen helfen konnten. Ich werde übrigens auch – typisch – das Glas mit Johannisbeergelee als Geschenk vermissen, aber wir wohnen ja nahe beisammen.

Ich wünsche Ihnen an der Seite Ihres Mannes viele gesunde Jahre, viel Spaß beim Reisen und bei den Gartenarbeiten (Johannisbeeren nicht vergessen). Bleiben Sie uns verbunden und schauen Sie dazwischen einmal vorbei. Herzlichen Dank und alles Gute!

Oberstudiendirektor W. Först


todesanzeigestephan

verabschiedungcarove

Es war der 1. April 1988, als das Landratsamt Ansbach Herrn Fritz Carove als neuen Hausmeister des Reichsstadt-Gymnasiums einstellte und sich dabei auch gleich vom Schulleiter, Herrn OStD Rainer Teschner, die Anforderungen beschreiben ließ: Umfassende Fertigkeiten im Elektro- und Sanitärbereich sowie im Heizungsbau, absolute Vertrauenswürdigkeit wegen des Zugangs zu Direktorat, Sekretariat und Lehrerzimmer, besondere Zuverlässigkeit bei der Überwachung der ganzen, ja besonders großen Anlage und große Selbständigkeit. Außerdem sei die zeitliche Belastung sehr groß und umfasse auch das Wochenende. In der Tat: Ein Hausmeister muss eigentlich immer da sein, wann und wo er gebraucht wird, auch wenn sich der Elternabend etwas länger hinzieht. Und wenn etwas kaputt geht: Der Hausmeister wird´s schon richten. Damit gehört auch der tägliche Ärger zum Leben eines Hausmeisters. All das hat Herr Carove in 29 Jahren mit größter Gewissenhaftigkeit, mit enormem Fleiß, mit Geduld und Gelassenheit erledigt und ertragen und dafür verdient er Anerkennung und Respekt der ganzen Schulgemeinschaft. Zu besonderem Dank sind wir ihm aber auch deshalb verpflichtet, weil die vielen Veranstaltungen außerhalb des regulären Unterrichts, die das Profil und das Ansehen unseres Gymnasiums  mitprägen, ohne die Arbeit von Herrn Carove gar nicht möglich gewesen wären. Er musste vorher das Gebäude beheizen, die Stühle aufstellen, die Bühne herrichten und nachher, wenn der Applaus verklungen war, die Lichter löschen und die Schule zusperren, Arbeiten, die von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, geschweige denn gewürdigt werden. Herr Carove hat sich also seinen Ruhestand wohl verdient. Mit den besten Wünschen für viele gesunde Jahre verbinden wir die Hoffnung auf weitere Verbundenheit mit dem RSG. Er wird sich dann auf einen Stuhl setzen dürfen, den er nicht hereintragen musste.

Oberstudiendirektor W. Först


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Im Februar 2017 war es 13 Jahre her, dass Herr Rainer Hufnagel als Kunsterzieher auf eigenen Wunsch als Nachfolger von Herrn Hintermeier ans Reichsstadt-Gymnasium versetzt wurde. Seit 1998 war er am Gymnasium in Bad Windsheim und vorher in Neustadt/Aisch tätig. Und es war ein Glücksgriff, wie es der Satz aus einer Beurteilung so treffend zusammenfasste: „Durch sein offenes, schülerfreundliches, aber auch sehr bestimmtes Auftreten schafft Herr Hufnagel eine vertrauensvolle Arbeits- und Lernatmosphäre, in der beachtliche künstlerische Werke entstehen“. In der Tat: Herr Hufnagel legte immer Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ordentlich und engagiert arbeiten, pünktlich ihre Werke abgeben, sorgfältig ihre Hefte führen. Die Schüler schätzten das: Zwei Kurse in der Q12 in diesem Schuljahr und zahlreiche Colloquiumsprüfungen zeugen davon. Seine pädagogische Fähigkeit, junge Menschen künstlerisch anzuleiten, anzuspornen, ja zu begeistern war immer wieder bewundernswert. Besonderer Dank gebührt ihm dafür, dass er trotz seiner Ruhestandsversetzung im Februar seinem Nachfolger, Herrn StR Johannes Hoffmann, bei 15 Colloquien im Mai beisaß. Vor allem aber entstanden eben „beachtliche künstlerische Werke“: Zuerst sei an die vielen Auszeichnungen beim „Habelsee-Wettbewerb“ erinnert; die Preisverleihungen bei der Familie Wiedenmann an einem Sommer-Nachmittag waren immer besonders markante Veranstaltungen. An der Schule hat Herr Hufnagel mit großem Einsatz viel beachtete Kunstausstellungen vorbereitet und durchgeführt und hat das Gebäude mit Kunstwerken ausgeschmückt. Ohne diese wäre das RSG ärmer, weniger schön. Die Ballskulpturen zur Fußball-WM 2006, die Weihnachtskarten oder die künstlerische Gestaltung der Jahresberichte sind weitere Beispiele dafür, was Herr Hufnagel über den Unterricht hinaus für das RSG geleistet hat. Dafür gebührt ihm unser aller herzlicher Dank! Nicht zuletzt verließ uns mit Rainer Hufnagel ein liebenswürdiger Kollege, mit dem ich viele gute Gespräche geführt habe und dessen stets loyale, vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit ich besonders geschätzt habe. Mit der Hoffnung, unserem Gymnasium auch weiterhin verbunden zu bleiben, verbinde ich den Wunsch nach einem langen, aktiven und gesunden Ruhestand.

Oberstudiendirektor Walter Först

 

 

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