Ausbildungszweige

Das Reichsstadt-Gymnasium bietet eine naturwissenschaftlich-technologische, eine sprachliche und eine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildungsrichtung an.

Als erste Fremdsprache ist in der 5. Jahrgangsstufe Englisch in allen drei Ausbildungsrichtungen verpflichtend. Noch in der 5. Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern die 2. Fremdsprache, die ab der 6. Jahrgangsstufe unterrichtet wird. Zur Wahl stehen Französisch oder Latein. Informieren Sie sich hier über Latein bzw. Französisch.

In der 7. Jahrgangsstufe entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler bzw. die Eltern für den weiteren Verlauf:

  • Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium mit verstärktem Unterricht in Naturwissenschaften und Informatik
  • Sprachliches Gymnasium mit der dritten Fremdsprache (bei uns: Französisch)
  • Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium im G8 mit verstärktem Unterricht in Wirtschaft und Recht, Wirtschaftsinformatik sowie Sozialkunde
    Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium im G9 mit verstärktem Unterricht in Wirtschaft und Recht und Wirtschaftsinformatik

G8: Die Ausbildungsrichtungen gibt es nur in der Mittelstufe (Klasse 8-10), nicht in der Unterstufe (Klasse 5-7) und in der Oberstufe (Klasse 11 und 12).
G9: Die Ausbildungsrichtungen gibt es nur in der Mittelstufe (Klasse 8-11), nicht in der Unterstufe (Klasse 5-7) und in der Oberstufe (Klasse 12 und 13).

Zu den Ausbildungsrichtungen finden Sie mehr Informationen auf dieser Seite des Kultusministeriums. Außerdem haben wir vom RSG unter den folgenden Aufzählungspunkten Informationen für Sie zusammengestellt.

Für das neunjährige Gymnasium haben wir einen Überblick über die Stundenzahlen der für die Ausbildungszweige relevanten Fächer zusammengestellt:

Und hier noch einmal einzeln:

Falls Sie sich für die Stundentafeln aller Fächer interessieren, können Sie diese auf einer Seite der Bayerischen Staatskanzlei abrufen: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayGSO-ANL_1

Die Wahl des NTG-Zweigs am Reichsstadt-Gymnasium Rothenburg bedeutet für den betreffenden Schüler eine Entscheidung für die Unterrichtsfächer Chemie und Physik als Kernfächer, was einen vertieften Umgang mit den beiden Naturwissenschaften zur Folge hat.

In der G9-Stundentafel äußert sich diese Vertiefung dadurch, dass beide Fächer in den Jahrgangsstufen 8 bis 11 dreistündig unterrichtet werden (in den anderen beiden Ausbildungsrichtungen nur zweistündig). Eine Wochenstunde entfällt dabei auf eine sogenannte Profilstunde, in der kein neuer Lehrstoff vermittelt werden soll, sondern vielmehr durch Experimente und wechselnde Unterrichtsmethoden bestehende Lernstrukturen vernetzt, vertieft und praktisch erarbeitet werden sollen. Die 11. Jahrgangsstufe sieht nur eine Profilstunde für die beiden Fächer Chemie und Physik gemeinsam vor.

Im Fokus der Profilstunden – vor allem im Fach Chemie – das Schülerexperiment, um die Naturwissenschaften möglichst praxisorientiert und mit unzähligen Bezügen zur Alltagsrealität der Schüler in den Köpfen der Jugendlichen zu etablieren. Die damit einhergehende Steigerung des Interesses der Schüler für die häufig doch sehr theorielastig empfundenen Naturwissenschaften, sowie das Wecken eines „natürlichen Forscherdrangs“ sind weitere positive Aspekte des selbsttätigen Handelns während des Schülerexperiments.

In der gymnasialen Qualifikationsphase (Q12 und Q13) werden in jedem Jahrgang sowohl in Chemie als auch in Physik Oberstufenkurse eingerichtet, die Schüler von allen Ausbildungsrichtungen beinhalten können. Dieser Fakt lässt erkennen, dass die grundlegenden Lehrplaninhalte in den genannten Fächern als Basis in allen Zweigen gleich sein müssen, obwohl ein „NTG-Schüler“ z.B. über doppelt so viele Chemiestunden in der Mittelstufe besucht hat wie ein Schüler eines anderen Ausbildungszweigs.

Für weitere Informationen verweise ich auf die Seite des Kultusministeriums bzw. stehe Ihnen als Fachbetreuer für Biologie und Chemie zur Verfügung.

StR D. Buckel

Neben vertieften Einblicken in Physik und Chemie, erhalten Schülerinnen und Schüler des ntg-Zweiges in den Jahrgangsstufen 9-11 (als Nebenfach, d.h. ohne Schulaufgaben) das Fach Informatik mit je zwei Wochenstunden.
In der neunten und zehnten Jahrgangsstufe bestimmen drei Themen den Unterricht: Es werden Einblicke in Tabellenkalkulation und Datenbanken gegeben. Hier lernen Schülerinnen und Schüler den Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, der Verknüpfung von Zellen und Tabellen, den Umgang mit Funktionen anhand von praxisnahen Beispielen. Der zweite große Themenbereich trägt der Struktur unserer heutigen Gesellschaft Rechnung, dass wir in vielen Bereichen die großen und komplexen Datenmengen nur mithilfe von Datenbanksystemen effizient verarbeiten. Deswegen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in den Aufbau von Datenbanken und Abfragemöglichkeiten. Im Anschluss daran geht es um die Datenpflege und Datensicherheit.
Das dritte große Thema widmet sich ganz der Programmierung. So erlernen die Schülerinnen und Schüler Grundzüge der objektorientierten Programmiersprache JAVA und schließen das Jahr mit einem kleinen eigenen Projekt ab.
Methodisch bieten beide Jahrgangsstufen die Möglichkeit zu Projektarbeit, die wir gerne nach Möglichkeit wahrnehmen. Grundsätzlich werden die Problemstellungen, die sich im Fach Informatik auftun, am Computer handlungsorientiert umgesetzt, so dass der Unterricht die Einübung der für die Zukunft zentralen Fähigkeiten im Umgang mitt dem Computer fördert.
OStRin S. Anlauf-Grössl

Im sprachlichen Zweig lernen Schülerinnen und Schüler mit der bisherigen Sprachenfolge Englisch (ab der 5. Jahrgangsstufe) und Latein (ab der 6. Jahrgangsstufe) eine dritte Fremdsprache ab der 8. Jahrgangsstufe. Am RSG ist das Französisch. Die beiden anderen Sprachen werden fortgeführt.

So erhalten die Schülerinnen und Schüler eine niveauvolle sprachliche Ausbildung, was für uns im vielsprachigen europäischen Haus und in unserer globalisierten Welt einen immensen Vorteil darstellt. Neben dem für alle drei Zweige gleichen Fächerkanon stehen natürlich auch sowohl Physik, Chemie und (im G9 auch) Informatik als auch Wirtschaft und Recht auf dem Programm, jedoch mit weniger Stunden als im naturwissenschaftlich-technologischen bzw. wirtschaftswissenschaftlichen Zweig. Dafür gibt es im G8 einen dreijährigen Französischkurs mit jeweils vier Wochenstunden, im G9 einen vierjährigen Französischkurs mit vier Wochenstunden in der achten und neunten Jahrgangsstufe und je drei Wochenstunden in der 10. und 11. Jahrgangsstufe. Die Schülerinnen und Schüler erwerben in dieser Zeit in Französisch solide und vertiefte Kenntnisse und verfügen über einen beachtlichen kulturellen Erfahrungshintergrund, so dass sie Französisch natürlich auch in der Qualifikationsphase weiterführen können. Dies ist als schriftliches oder mündliches Abiturfach oder als W- oder P-Seminar möglich.

Wer Französisch bereits als 2. Fremdsprache lernt, kann den sprachlichen Zweig nicht wählen.

Die Informationen auf den folgenden Seiten sollen Sie und Ihr Kind bei der Entscheidung unterstützen. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Französischlehrkräfte sehr gerne zur Verfügung.

 

WARUM FRANZÖSISCH?

Dass es generell sehr viele gute Gründe gibt, Französisch zu lernen, können Sie unter „Französisch lernen?“ nachlesen.

 

EINIGE ASPEKTE ZUM SPRACHLICHEN ZWEIG

ALLGEMEINE LERNINHALTE

  • Französisch in einem dreijährigen Intensivkurs (G8)/vierjährigen Intensivkurs (G9)
  • gleiche Inhalte wie in Französisch als 2. Fremdsprache:
    Schülerinnen und Schüler des sprachlichen Zweiges haben bereits Englisch und Latein gelernt und verfügen deshalb über Grundlagen, die eine raschere Progression ermöglichen.
  • solider Grund- und Aufbauwortschatz
  • die wichtigsten Kapitel der Grammatik
  • zentrale Kompetenzen: Hör- und Leseverstehen, mündliche Kommunikation, Textproduktion, Dolmetschübungen

KONKRETE INHALTE

  • Alltagssituationen
  • Landeskunde
  • aktuelle Themen
  • authentische Texte (Presse, Literatur)
  • moderne Medien, Film, Chanson

Damit verfügen die Lernenden schon nach drei Jahren im G8 bzw. vier Jahren im G9 über solide Kenntnisse, die einen selbständigen Umgang mit dem Französischen erlauben und die erfolgreiche Weiterführung dieses Faches bis zum Abitur ermöglichen. Dies entspricht dem Niveau B1/B1+ des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

EIGNUNG FÜR DEN SPRACHLICHEN ZWEIG

  • kommunikatives, offenes, neugieriges Wesen
  • Interesse an Sprache, Lebensstil, Mentalität und Kultur fremder Länder
  • Begabung für Fremdsprachen und somit passable Noten in Englisch und Latein
  • Freude an der Begegnung und Kommunikation mit Menschen anderer Nationalitäten und Wunsch nach künftiger internationaler Flexibilität und Mobilität
  • Bereitschaft, regelmäßig und sorgfältig zu lernen (Grundanforderung für alle Fächer!)

FAZIT

Fremdsprachen sind ein „Kapital“ und gehören ins „Handgepäck“ für den weiteren Lebensweg. Schulzeit bedeutet Sprachenlernzeit, denn wir wissen, dass das Erlernen einer Fremdsprache nach der Schulzeit sehr mühevoll und zeitintensiv ist, wohingegen der Schulunterricht für das Erlernen von Fremdsprachen hervorragende Bedingungen bereithält. Deshalb bietet der sprachliche Zweig eine sinnvolle Option für Schülerinnen und Schüler, die neben der klassisch-humanistischen Orientierung im Fach Latein und dem langjährigen umfassenden Training im Englischunterricht noch eine weitere moderne Fremdsprache lernen möchten, und garantiert eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Ausbildung.

Schülerinnen und Schüler, die Französisch bis zum Abitur belegen und in den Ausbildungsabschnitten 12/1 und 12/2 (im G8) bzw 13/1 und 13/2 (im G9) jeweils mindestens 4 Punkte erzielen, kann eine Bescheinigung ausgestellt werden, die sie von der Sprachprüfung an französischen Hochschulen befreit. Die Kenntnisse entsprechen dem Niveau B2/C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

OStRin C. Mägerlein

Schwerpunkte am WWG sind neben den „klassischen“ Fächern wie Fremdsprachen, Mathematik und Physik
a) Wirtschaft und Recht
b) Wirtschaftsinformatik
Wirtschaft und Recht vermittelt grundlegende Kenntnisse zu
→ wirtschaftlichen Entscheidungssituationen im privaten Haushalt, wie z.B.
– Entscheidungen beim Konsum, z.B. durch das Wirtschaftlichkeitspinzip
– Entscheidungen beim Umgang mit Geld, z.B. Zahlungsarten im Wandel der Zeit
→ wirtschaftliches und rechtliches Handeln im Unternehmen,
– Überlegungen zur Gründung eines Unternehmens, z.B. auch durch Crowdfunding, Preisbildung, Standortwahl, Rechtsform, Strukturwandel aber auch
– GLOBALISIERUNG – pro und contra (die Globalisierung fördert die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Volkswirtschaften, hat aber auch zur Ausbreitung des CORONAVIRUS beigetragen, die wiederum den massiven Absturz der Aktienkurse verursacht hat…)

Im Fachgebiet Recht geht es u. a. um Themen wie Geschäftsfähigkeit und Vertragsrecht – hier also hauptsächlich um Rechte des Verbrauchers und damit Ihrer Kinder. Wie ist die Rechtslage, wenn das Handy Probleme macht oder wenn man eine Rechnung erhält über eine Leistung, die man gar nicht in Anspruch genommen hat? Welches sind die rechtlichen Konsequenzen einer Straftat?

Der Wirtschaftszweig vermittelt den Schülern den Bezug zur Praxis durch Betriebserkundungen, die einen Einblick in die berufliche Wirklichkeit geben.
Ziele sind:
– Industrie- oder Handelsbetriebe in Rothenburg und Umgebung, aber auch der Dienstleistungssektor, z.B. Banken
Gerichtsverhandlungen und
– Vorträge zu aktuellen Themen, z.B Logistik 4.0, Steuern und Steuererklärung, Duales Studium.
Dieser Praxisbezug ist in erster Linie in der 8., 10. und 11. Jahrgangsstufe im Wirtschaftszweig in diesem Umfang möglich, da sich hier vor allem die  zusätzlichen Profilstunden anbieten.
Auch in diesem Schuljahr 2019/2020 fand in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Ansbach das alljährliche Börsenspiel statt (hier stehen den Schülern (fiktive) 50 000 € zur Verfügung. Dieses Kapital müssen sie durch geschickten Kauf und Verkauf von Aktien erhöhen), bei dem sich zwei unserer Spielgruppen den 2. und 7. Platz „erspielten“ – jeder Schüler erhielt als Preis ein Geldgeschenk, das nicht zu verachten war.

Weiterhin bietet der Wirtschaftszweig sinnvolle Hilfe bei der Berufswahl an:

Für die 9. Klassen wird ein Bewerbungstraining und ein Assessmentcenter angeboten (PPP der VRbank siehe Homepage RSG, Fachschaft Wirtschaft und Recht). Außerdem durchlaufen die Schüler/-innen ein einwöchiges Betriebspraktikum. In diesem Zusammenhang dürfen die Schüler des Wirtschaftszweiges ihren eigenen Berufswunsch in Form einer Präsentation vorstellen, so dass auch ihre Mitschüler in unterschiedliche Berufe einen Einblick erhalten.

Im G 9 wird zusätzlich in der 9. Jahrgangsstufe ein Modul zur beruflichen Orientierung angeboten.

 

Die Besonderheit des wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges im Vergleich zu den beiden anderen Zweigen ist das Fach Wirtschaftsinformatik (WIn).

Stichworte, wie Strukturwandel,  Arbeiten mit 3-D Druckern, Industrie 4.0, Qualifikation der Arbeitskräfte, stehen für die ständigen Veränderungen in der Wirtschaft und unterstreichen den Stellenwert der Wirtschaftsinformatik, die sich u.a. mit diesen Fragen beschäftigt.
Die modernen Informationstechnologien haben die Arbeitswelt in den Unternehmen entscheidend verändert. Das Schulfach WIn trägt dieser Entwicklung Rechnung.

Man unterscheidet zwei große Themengebiete:
– die betriebswirtschaftlichen Prozesse und
– die informationstechnischen Vorgänge.

Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen betriebswirtschaftliche Abläufe wie der Einkauf von Material oder der Verkauf von Erzeugnissen, die mit Hilfe von Prozessketten analysiert werden und deren Wertveränderung im Rechnungswesen abgebildet werden (Buchführung, Kostenrechnung und Bilanzanalyse). Diese Prozesse werden auch informationstechnisch nachvollzogen, vor allem mittels Tabellenkalkulation und Datenbanken. Wir verwenden hierbei Programme wie Excel und Access und präsentieren die Ergebnisse z.B mit Power-Point.

Kurz zusammengefasst bietet der Wirtschaftszweig Ihren Kindern das theoretische Gerüst, um die real- und finanzwirtschaftlichen Vorgänge und rechtlichen Stolpersteine, die sich in einer Volkswirtschaft ereignen, wesentlich besser zu verstehen auch und besonders in Zeiten der Corona-Pandemie.

Sollten Sie noch Fragen zum wirtschaftswissenschaftlichen Zweig haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Meine E-Mail-Adresse lautet: christine.dietz@reichsstadtgymnasium.de. Bitte scheuen Sie sich nicht, mich anzusprechen und gehen Sie bitte auch auf die Homepage der Fachschaft Wirtschaft und Recht für weitere erläuternde Informationen.

OStRin Chr. Dietz
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