Die Begleitung der Schülerinnen und Schüler in den Jahren vor der Abiturprüfung ist die zentrale Aufgabe der Oberstufenkoordinatoren. Der Klassenverband wird in den beiden Jahren der Profil- und Leistungsstufe (PuLSt) durch ein System aus Pflicht-, Wahlpflicht- und Profilkursen ersetzt. Während der Zeit in der Q12 und der Q13 ist der OSK für alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs verantwortlich und stets ihr erster Ansprechpartner. In der 11. Jahrgangsstufe, die auch zur Oberstufe zählt, sind die Schülerinnen und Schüler noch im Klassenverband, so wie sie es aus der Unter- und Mittelstufe gewohnt sind. Die OSK haben in dieser Zeit die Aufgabe, über die kommenden Jahre bis zum Abitur zu informieren, das Fachangebot zu koordinieren, die Kurswahlen durchzuführen und bei Fragen zur PuLSt zu beraten.


Die 11. Jahrgangsstufe

Mit dem Eintritt in die Oberstufe ergeben sich einige Änderungen und die Schülerinnen und Schüler können bereits erste Schwerpunkte setzen.

In der 11. Jahrgangsstufe gibt es kleine Änderungen in der Stundentafel. Einige Fächer werden reduziert, dafür kommt das P-Seminar neu hinzu. Im sprachlichen Zweig (SG) finden neu zwei Stunden Informatik pro Woche statt.

Für die drei Jahre der Oberstufe entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für Kunst oder Musik. Das andere Fach wird mit dem Ende der 10. Klasse abgelegt.

Nach der 11. Klasse ist für die Q12/Q13 theoretisch noch ein Wechsel möglich, allerdings ist dazu die erfolgreiche Teilnahme an einer Feststellungsprüfung nötig, in der der Stoff der 11. Jahrgangsstufe im entsprechenden Fach geprüft wird.
Ergänzende Informationen des Kultusministeriums sind hier zusammengefasst.

Im G9 besteht die Möglichkeit, mit dem Wechsel in die 11. Jahrgangsstufe eine der beiden Fremdsprachen E oder L bzw. F (im sprachlichen Zweig E oder L) abzulegen und mit einer neuen Fremdsprache (Französisch oder Spanisch) zu beginnen. Dabei sind einige Punkte zu beachten, die wichtigsten sind hier aufgelistet. Weitere Informationen zur Wahl einer spätbeginnenden Fremdsprache sind hier auf einigen Folien einer PowerPoint-Präsentation des Kultusministeriums zusammengefasst.

  • FS (spät) muss drei Jahre belegt werden (11, Q12 und Q13)
  • damit zwei FS in der gesamten Oberstufe
  • zwei Naturwissenschaften theoretisch möglich, aber wegen hoher Stundenzahl und möglichen Problemen beim Stundenplan schwierig
  • FS (spät) kann nicht als schriftliches Abiturprüfungsfach gewählt werden (mündlich ist möglich)
  • mit FS (spät) verpflichtendes Abiturprüfungsfach Deutsch
  • Am RSG kann nur die zweite Fremdsprache (F oder L) abgewählt werden, alle Schülerinnen und Schüler müssen Englisch weiterhin belegen.

Wichtig:
Grundsätzlich besteht mit der Wahl einer spätbeginnenden Fremdsprache keine Garantie, dass die Unterrichtsfächer auch tatsächlich angeboten werden können. Das Zustandekommen eines solchen Unterrichts hängt u.a. von der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Verfügbarkeit von Lehrkräften mit der entsprechenden Lehrbefähigung ab. Falls der Unterricht in der spätbeginnenden Fremdsprache nicht zustande kommt, haben die Schülerinnen und Schüler in der 11. Jahrgangsstufe weiterhin beide Fremdsprachen aus der 10. Klasse (im SG: drei FS).


Die Profil- und Leistungsstufe 

Vor dem Übertritt in die Q12/Q13 können die Schülerinnen und Schüler weitere Schwerpunkte setzen und durch die Wahl eines Leistungsfachs, möglicher Vertiefungskurse und des W-Seminars den Weg zum Abitur nach ihren Interessen ausrichten. Zu diesen umfangreichen Themen bieten wir im Dezember und Januar Informationsveranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe an. Die Eltern erhalten im Rahmen eines Info-Abends Einblicke in die Wahlmöglichkeiten und den Weg bis zum Abitur.

Alle Informationen der beiden Veranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler sind in zwei PowerPoint-Präsentationen zusammengefasst (Teil 1: „Was muss/kann ich wählen?“, Teil 2: „Wie entsteht meine Abiturnote?“).
Details zur Fächerwahl und den verschiedenen Optionen stellen wir in den folgenden Abschnitten zur Verfügung.


Beratungsaufgaben der OSK

Zu den pädagogischen Aufgaben der OSK gehört vor allem die motivierende und unterstützende Betreuung und Beratung Einzelner, gelegentlich auch das vermittelnde Eingreifen in Konfliktfällen.

Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kursleiterinnen und Kursleitern sowie ggf. mit der Beratungslehrkraft und der Schulpsychologin erforderlich.

Mögliche Anlässe für eine Einzelberatung:

  • persönliche Anliegen der Schülerinnen und Schüler
  • Häufung von Absenzen
  • Leistungsdefizite und Gefährdungen (insbesondere im schriftlichen Bereich)
  • Sportbefreiung mit der Notwendigkeit von Ersatzbelegungen
  • Rücktritt in die vorherige Jahrgangsstufe
  • Beratung über Stipendien und Fördermöglichkeiten
  • Probleme der Schülerinnen und Schüler mit einzelnen Kursleiterinnen und Kursleitern

Koordination des Fach- und des W-Seminarangebots:

Die Koordination des Fach- und des W-Seminarangebots in Absprache mit der Schulleitung und im Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen geht über rein organisatorische Fragestellungen hinaus. So sind z. B. in gemeinsamen Team-Sitzungen unter der Leitung der OSK schuleinheitliche Festlegungen zu treffen. Dies erfordert die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen: Einerseits soll der gerade in den W-Seminaren notwendige pädagogische Freiraum der einzelnen Lehrkraft durch Absprachen nicht zu sehr eingeengt werden, andererseits muss ein vergleichbares Niveau in den Fächern und W-Seminaren angestrebt werden.

Insbesondere bei der Kurswahl geht es darum, berechtigte Anliegen von Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schülern mit schulorganisatorischen Gegebenheiten in Einklang zu bringen. Die Schulleitung muss regelmäßig über alle relevanten Vorgänge in der Oberstufe unterrichtet werden; Entscheidungen müssen vorbereitet und umgesetzt werden.

Michael Benz

09861/87477530

Tom Greve

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