Hello, Bonjour und Salve,

hier am Reichsstadt-Gymnasium lernen Schülerinnen und Schüler mit der bisherigen Sprachenfolge Englisch (ab der 5. Jahrgangsstufe) und Latein (ab der 6. Jahrgangsstufe) eine dritte Fremdsprache ab der 8. Jahrgangsstufe. Am RSG ist das Französisch. Die beiden anderen Sprachen werden fortgeführt.

Im Zentrum des Unterrichts in einer modernen Fremdsprache wie Englisch steht die Vermittlung von kommunikativer Kompetenz. Sie soll es unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Englischkenntnisse überall auf der Welt anzuwenden und mit unterschiedlichsten Menschen auf unterschiedlichste Art zu kommunizieren. Dazu werden sehr verschiedene, abwechslungsreiche Angebote auch über den Unterricht hinaus gemacht, die zum einen natürlich die Begeisterung für die moderne Fremdsprache wecken, zum anderen aber auch die erwähnte Kompetenz steigern sollen.

Wir freuen uns, dass du dich für die wunderbare Sprache Französisch interessierst.

Vieles aus dem französischen Leben ist bei uns wohlbekannt. Ein „Baguette“ hast du bestimmt schon einmal gegessen oder ein Croissant!

Und hast du auch schon „Macarons“ probiert? Oder eine andere französische Spezialität?

Französisch lernen? – Warum das denn?

Hier sind die wichtigsten Gründe:

Es lohnt sich, Französisch zu lernen, weil …

…du Französisch sofort anwenden kannst.

…man Französisch auf allen Kontinenten spricht

…sich große Chancen für ein Studium und die Berufswahl eröffnen

…man mit Französisch anerkannte Abschlüsse erreicht.

…du Französisch nachhaltig und angenehm erlernen kannst.

…Französisch eine Sprache der Diplomatie ist.

…Französisch eine Brücke zu anderen romanischen Sprachen bildet.

…die deutsch-französische Freundschaft bedeutend ist.

…Französisch die Tür zu einem kulturellen Reichtum darstellt.

…man mit Französisch Frankreich gut kennenlernen kann.

…Französisch Freude macht.

Alle Schülerinnen und Schüler des Reichsstadt-Gymnasiums beginnen mit Englisch als erster Fremdsprache. Dann wählen sie zwischen Latein und Französisch als zweiter Fremdsprache, die in der sechsten Klasse beginnt.

Haben sie sich für Latein entscheiden, so können sie in der 7. Jahrgangsstufe zwischen drei Zweigen wählen: dem naturwissenschaftlich-technologischen, dem sprachlichen und dem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig.

Über verschiedene Wahlmöglichkeiten kann Latein in der Oberstufe bis zum Abitur fortgeführt werden. Daher begleitet diese Sprache viele Schülerinnen und Schüler des Reichsstadt-Gymnasiums fast ihre ganze Schulzeit.

Latein – eine gute Wahl

Latein – Was ist das eigentlich?

Rom wurde der Sage nach 753 v. Chr. von Romulus und Remus in der Landschaft Latium gegründet. Von ihr und ihren Bewohnern hat die Sprache der Römer ihren Namen. Die Römer dehnten ihr Reich über den gesamten Mittelmeerraum und sogar bis ins heutige Deutschland und das spätere Großbritannien aus. Im Grunde entspricht das heutige Europa dem römischen Herrschaftsgebiet. Dort wurde überall Latein gesprochen. Später wurde es zur Sprache der Kirche, der Verwaltung und der Wissenschaft. Aktiv wird Latein heute nicht mehr gesprochen. Dennoch gibt es gute Gründe, sich auch heute noch für Latein als Unterrichtsfach zu entscheiden.

Latein – ein Trainingsfeld für die Muttersprache

Lateinunterricht ist auch immer Deutschunterricht. Die Unterrichtssprache ist konsequent Deutsch. Beim Übersetzen lateinischer Texte ins Deutsche wird der gewandte
Umgang mit der Muttersprache geschult und gefördert, denn es geht
immer darum, den passenden deutschen Ausdruck zu finden – eine

Fähigkeit, die beim eigenen Verfassen von Texten sehr von Nutzen ist, ob
das nun Aufsätze in der Schule sind oder später im Berufsleben. Daneben
wird im Lateinunterricht systematisch an der Grammatik gearbeitet. Viele
Erwachsene sagen rückblickend, sie hätten die deutsche Grammatik erst durch Latein verstanden.

Latein – die Basis für das Erlernen moderner Fremdsprachen

Der Unterricht in den modernen Fremdsprachen zielt darauf ab, Sprechfertigkeit besonders durch Hörverstehen zu schulen. Der Lateinunterricht dagegen vermittelt ein grundlegendes Verständnis davon, wie eine Sprache „funktioniert“ und wie man sie sich systematisch von der Grammatik her erarbeiten kann. Dass dies beim Erlernen weiterer Fremdsprachen von Nutzen ist, liegt auf der Hand.

Es gilt ganz besonders für die Sprachen der romanischen Sprachenfamilie, die als Tochtersprachen direkt aus dem Lateinischen entstanden sind, wie Italienisch, Spanisch, Französisch usw. Weit über die Hälfte der Wörter in diesen modernen Fremdsprachen haben ihren Ursprung im Lateinischen (z.B. lat. vivus – ital./span. vivo – franz. vif, vive – dt. lebendig). Aber auch der englische Wortschatz stammt zu über 60 % aus dem Lateinischen (vgl. z.B. engl. vivid). Lateinkenntnisse sind daher eine große Erleichterung auch für das Vokabellernen.

Latein – ein Schlüssel zum Verständnis von Fremdwörtern und Fachwortschatz

Latein hilft dabei, Fremdwörter und Fachwortschatz, der überwiegend lateinischen Ursprungs ist, zu verstehen. Wie sehr besonders der medizinische Fachwortschatz vom
Lateinischen geprägt ist, zeigt sich in Zeiten von Corona. Virologen, Epide-
miologen oder Politiker stellen fest: „Die Inzidenzen sind schon wieder

gestiegen!“ „Wir müssen die vulnerablen Gruppen schützen!“ „Die Mutante macht uns Sorgen!“ usw. Mit Lateinkenntnissen hat man keine Verständnis- probleme, da die Fachbegriffe aus dem Lateinischen kommen: „Inzidenz“ von incidere („hineinfallen“), „vulnerabel“ von vulnus (die „Wunde“), „Mutante“ von mutare („verwandeln“).

Latein – ein Fahrstuhl zu den Wurzeln Europas und Vermittlung von breiter Allgemeinbildung

Im antiken Rom liegen die Wurzeln unserer europäischen Kultur. Im Lateinunterricht kann man erkennen, wo wir Europäer herkommen und was uns verbindet. In fast allen europäischen Staaten

ist das römische Recht Grundlage der Rechtsordnungen. Europäische Schriftsteller und Künstler nehmen bis in die heutige Zeit immer wieder antike Formen, Stoffe und Motive auf und gestalten sie neu. Ob das nun die Literatur, die Kunst, die Mythologie, die Architektur oder die Philosophie ist – in den verschiedensten Bereichen haben die Römer in der Antike Bleibendes geschaffen, das bis heute weiterwirkt. Auf Reisen durch europäische Länder werden die sprachlichen, kulturellen und geistigen Einflüsse der römischen Welt sehr stark spürbar. Im Lateinunterricht

kommen die SchülerInnen mit alledem in Berührung und erwerben sich so eine breite Allgemeinbildung, die ihnen in der Schule, aber auch im späteren Leben sehr von Nutzen ist.

Latein – schult …

Die Arbeit im Lateinunterricht schult behutsam Sorgfalt, systematisches Arbeiten, Ausdauer und Konzentrationsvermögen. Durch das Übersetzen wird nicht nur die Ausdrucksfähigkeit, sondern auch die Fähigkeit zu Analyse und logischer Gedankenführung geschärft. Dies alles sind Kompe- tenzen, die junge Menschen für die Arbeit am Gymnasium und später bei einem Studium benötigen.

Latein – führt zum Erwerb des Latinums

Das Latinum oder wenigstens Lateinkenntnisse sind nach wie vor eine wichtige Zulassungsvoraussetzung für eine ganze Reihe von Studienfächern. Dies gilt insbesondere für etliche Lehramtsstudiengänge, z.B. für Germanistik, Anglistik, Französisch, Spanisch usw. Die Uni Würzburg verlangt aber auch den Nachweis von Lateinkenntnissen zum Staatsexamen in Zahnmedizin. Andernfalls müssen – zeitraubende – medizinische Terminologiekurse besucht und dort Prüfungen abgelegt werden. Häufig wird das Latinum auch für die Zulassung zur Promotion gefordert.

… und dies alles in einem zeitgemäßen und modernen Unterricht

Natürlich muss man im Lateinunterricht fleißig Vokabeln lernen und viel üben. Aber in welcher Sprache muss man das nicht? Moderne Lateinbücher begleiten Ihre Kinder dabei. In ihnen geht es z.B. um den Alltag im alten Rom: Wie lebten die jungen RömerInnen? Wie arbeiteten die Erwach- senen? Welche Vergnügungen hatte die Römer? Welche Gefahren hatten sie zu bestehen? – um nur einige Themen zu nennen. Eine große Rolle spielt auch die antike Mythologie – den Kindern oft schon bekannt aus ihren Lieblingsschmökern Percy Jackson & Co. Für das Lernen von Vokabeln und Grammatik findet sich anschauliches und abwechslungsreiches Übungsmaterial, entwickelt nach den neuesten Lerntheorien. Exkursionen, z.B. an den Limes nach Ruffenhofen oder Aalen, vertiefen das im Unterricht Gelernte. Und ein Highlight ist der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Fermo in Italien, bei dem sogar ein Besuch in Rom mit auf dem Programm steht.

Hätten Sie gedacht, dass Latein so vielfältig ist und so viel zu bieten hat?

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